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| Einsatz / Mission
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Fischereischutzfahrt
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| Die Fischereischutzfahrt war eine hoheitliche Aufgabe der Marine (Reichsmarine/Kriegsmarine), die der Unterstützung und dem Schutz der deutschen Hochseefischerei in der Nordsee, dem Nordatlantik und dem Nordmeer diente. Diese Fahrten wurden meist von Fischereischutzbooten (z. B. "Weser", "Elbe") oder älteren Torpedobooten durchgeführt. Zu den Aufgaben gehörten die medizinische Versorgung der Fischer, technische Hilfeleistung bei Havarien, die Überwachung der Fischereigrenzen sowie die meteorologische Beratung. In der Vorkriegszeit dienten diese Fahrten zudem der verdeckten nautischen Ausbildung des Offiziersnachwuchses und der meteorologischen Erforschung strategisch wichtiger Seegebiete.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Ärztliche Hilfeleistung; technische Reparaturen auf See; Schlepphilfe; Überwachung von Hoheitsrechten; Wetterbeobachtung.
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| Gebiete: |
Doggerbank; Gewässer um Island; Bäreninsel; norwegische Küste; Neufundlandbank.
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| Einheiten: |
Spezialschiffe des Fischereischutzes; zeitweise Kreuzer und Zerstörer zur Erprobung der Seefähigkeit in arktischen Gewässern.
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| Ende 1939: |
Mit Kriegsbeginn wurden die Fischereischutzboote bewaffnet und in Sicherungsflottillen (z. B. Vorpostenboote) eingegliedert.
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| Spezifische Merkmale
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| Ausbildung: |
Junge Offiziere lernten auf diesen Fahrten das Navigieren und die Schiffsführung unter extremen Wetterbedingungen im Nordatlantik.
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| Diplomatie: |
Wahrnehmung deutscher Interessen gegenüber ausländischen Behörden (z. B. bei Festsetzungen durch die britische oder isländische Küstenwache).
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| Forschung: |
Sammlung ozeanographischer Daten, die später für die Tauchtaktiken der U-Boot-Waffe von großem Wert waren.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Wetterfunk: |
Die Erfahrungen im arktischen Wetterdienst bildeten die Basis für die späteren Wetterfunkgeräte-Kurzschlüssel (WFK) der U-Boote.
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| Nordraum: |
Durch die Fischereischutzfahrten verfügte die Marine bereits vor 1940 über exzellente Kenntnisse der norwegischen Fjorde und Küstengewässer.
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| Kader: |
Zahlreiche spätere U-Boot-Kommandanten begannen ihre Seelaufbahn als Wachoffiziere auf Fischereischutzbooten im Nordatlantik.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 20 |
Marinewaffenamt: Berichte über technische Erfahrungen bei Fischereischutzfahrten in polaren Gewässern.
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| BArch RM 63 |
Fischereischutz: Akten über die Einsatzplanung, Reiseberichte und ärztliche Tätigkeitsberichte.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit Nachweisen über die Verwendung als „Wachoffizier auf Fischereischutzbooten“.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Fischereischutz).
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| Brennecke, Jochen |
„Einsatz im Nordmeer“ (Details zur Bedeutung der Vorkriegsfahrten für die spätere Seekriegführung).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Fischereischutz-Einheiten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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