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Gruppenbefehlshaber Ost

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Dienststelle Gruppenbefehlshaber Ost
Die Dienststelle des Gruppenbefehlshabers Ost wurde mit der Mobilmachung im August 1939 eingerichtet und im Frühjahr 1940 zum Marinegruppenkommando Ost (MGK Ost) erweitert. Sie bildete die oberste operative Führungsinstanz der Kriegsmarine im Bereich der Ostsee. Der Gruppenbefehlshaber war für die strategische Planung und Durchführung von Seekriegsoperationen, die Sicherung der Seewege sowie die Verteidigung der Küstenabschnitte im östlichen Operationsgebiet verantwortlich. Zu seinem Befehlsbereich gehörten die Sicherungsdivisionen, die Küstenbefehlshaber sowie zeitweise die im Ostseeraum operierenden Flottenstreitkräfte. Mit der Ausweitung des Krieges nach Osten (1941) übernahm die Dienststelle die Koordination der Marineeinsätze gegen die sowjetische Baltische Flotte.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: August 1939; Sitz zunächst in Kiel, später in Swinemünde und Berlin-Dahlem.
Aufgabe: Operative Führung der Seestreitkräfte in der Ostsee; Küstenschutz; Minenkriegführung; Geleitsicherung.
Unterstellung: Oberkommando der Marine (OKM) / Seekriegsleitung (Skl).
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung nach der Gesamtkapitulation; Abwicklung der verbliebenen Einheiten.
Spezifische Merkmale
Befehlsgewalt: Der Gruppenbefehlshaber verfügte über die taktische Weisungsbefugnis gegenüber allen unterstellten Land- und Seedienststellen im Sektor.
Personal: Besetzung durch hochrangige Admirale (z. B. Generaladmiral Conrad Albrecht, Admiral Rolf Carls).
Struktur: Umfasste spezialisierte Abteilungen für Operationen (A I), Nachrichtenwesen (A II) und Logistik/Quartiermeister (A IV).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildung: Sicherung der Übungsgebiete in der Ostsee, um den störungsfreien Betrieb der U-Boot-Schulflottillen zu gewährleisten.
Transit: Koordination der Geleitsicherung für U-Boote auf dem Marsch von den östlichen Werften zu den Frontstützpunkten.
Minenschutz: Durchführung von Räum- und Sicherungseinsätzen zur Freihaltung der U-Boot-Zwangswege vor sowjetischen Minenunternehmungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-I Marinegruppenkommando Ost: Kriegstagebücher und operative Befehlsunterlagen (1939–1945).
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Zusammenarbeit mit dem Gruppenbefehlshaber Ost.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Befehlshaber und Admiralstabsoffiziere im Stab MGK Ost.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die operative Führung).
Salewski, Michael „Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945“ (Details zur Organisation der Gruppenkommandos).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Gruppenbefehlshaber).
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