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Marineattaché Madrid

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Dienststelle Marineattaché Madrid
Die Dienststelle des Marineattachés in Madrid war eine der strategisch wichtigsten diplomatischen Vertretungen der Kriegsmarine während des Zweiten Weltkriegs. Aufgrund der neutralen, aber deutschfreundlichen Haltung Spaniens unter General Franco fungierte der Attaché als zentrale Koordinierungsstelle für das geheime Etappenwesen (Versorgung von U-Booten und Hilfskreuzern in spanischen Gewässern). Neben der militärpolitischen Repräsentation und der Beobachtung der alliierten Schiffsbewegungen im Raum Gibraltar war die Dienststelle maßgeblich an der nachrichtendienstlichen Aufklärung im westlichen Mittelmeer und im Ozean beteiligt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Zeitraum: Aktive Phase während des Bürgerkriegs (Legion Condor) und des Zweiten Weltkriegs bis 1945.
Aufgabe: Militärdiplomatie; Organisation der geheimen Versorgung (Etappe); Nachrichtenwesen; Gibraltar-Beobachtung.
Unterstellung: Fachlich dem Oberkommando der Marine (OKM / 3. Abteilung Seekriegsleitung).
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung nach der deutschen Gesamtkapitulation und Abbruch der Beziehungen.
Spezifische Merkmale
Etappe: Leitung der geheimen Brennstoff- und Proviantlager in Häfen wie Cádiz, Vigo und Las Palmas.
Personal: Besetzung durch erfahrene Seeoffiziere (z. B. Konteradmiral Kurt Meyer-Döhner).
Agentennetz: Enge Zusammenarbeit mit der Abwehr (Abteilung I M) zur Überwachung der Straße von Gibraltar.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Versorgung: Der Marineattaché ermöglichte die nächtliche Brennstoffübernahme deutscher U-Boote in spanischen Häfen.
Internierung: Verhandlung über die Freigabe oder den Schutz von Besatzungen, die in spanischen Gewässern havarierten.
Meldewesen: Übermittlung von Durchlaufmeldungen allierter Konvois aus dem Raum Gibraltar direkt an den BdU.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Berichterstattung des Marineattachés Madrid und das Etappenwesen.
BArch RM 6 Oberkommando der Marine: Unterlagen der Abteilung Fremde Marinen bezüglich Spanien.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der im Attachéstab Madrid eingesetzten Offiziere.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Das Attachéwesen).
Moreno de Alborán „La guerra silenciosa y silenciada“ (Deutsch-spanische Marinekooperation).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Marineattachés).
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