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Stralsund

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Schiffseinheit Minenschiff Stralsund
Das Minenschiff Stralsund war ein für Spezialaufgaben umgerüsteter ehemaliger Passagierdampfer (ex estnisch „Riga“). Das 1908 in Helsingör gebaute Schiff wurde am 12.12.1940 von der Kriegsmarine als Minenschiff (Hilfskriegsschiff) in Dienst gestellt. Die Einheit war primär im Ostseeraum sowie im Kattegat für das Werfen von Defensiv- und Offensivsperren eingesetzt. Aufgrund seiner Kapazität für eine große Anzahl von Seeminen und seiner robusten Bauweise spielte das Schiff eine wesentliche Rolle bei der Absicherung der deutschen Küstengewässer und der Überwachung der Ostseezugänge gegen feindliche Einbrüche.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Requirierung und Umbau 1940; Indienststellung als Minenschiff am 12.12.1940.
Aufgabe: Werfen von Seeminen; Küstenschutz; Sicherungsdienst; Transporteinsätze.
Unterstellung: Führer der Minenschiffe (F.d.M.); Admiral dänische Inseln / Seekommandant Jütland.
Ende 1945: Mai 1945; Kapitulation; anschließende Verwendung im Minenräumdienst.
Technische Daten und Spezifikationen
Vermessung: 1.515 BRT; Länge über alles: 79,20 m; Breite: 11,40 m; Tiefgang: 4,80 m.
Antrieb: 1 Dreifach-Expansions-Dampfmaschine; Leistung: 1.600 PSi; Geschwindigkeit: 12,5 kn.
Bewaffnung: 2 x 10,5-cm SK L/45; 2 x 3,7-cm Flak; mehrere 2-cm Flak-Einzelgeschütze.
Sperrwaffen: Minenwurfschienen auf dem Hauptdeck; Kapazität: ca. 120 - 150 Seeminen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sperrschutz: Sicherung der U-Boot-Übungsgebiete in der Ostsee durch Flankensperren gegen feindliche Einheiten.
Geleitschutz: Schutz der Auslaufwege für U-Boot-Neubauten vor alliierten Minenunternehmungen.
Ausbildung: Zusammenarbeit mit der Sperrschule zur Erprobung von Minensperren gegen tauchende U-Boote.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Minenstreitkräfte: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der Minenschiffe (1940–1945).
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Kommandanten und Offiziere auf Minenschiff Stralsund.
BArch RM 45 Seekommandanten: Unterlagen über Sperroperationen in den dänischen Belten.
Literaturverweise
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 3: Minenschiffe, Minensucher).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Minenstreitkräfte).
Jung, Dieter „Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und ihr Verbleib“.
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