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Karl Truppenkreuz

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Auszeichnung Karl-Truppenkreuz
Das Karl-Truppenkreuz wurde am 13.12.1916 durch Kaiser Karl I. von Österreich-Ungarn gestiftet. Es war eine rein militärische Auszeichnung für alle Frontsoldaten der k.u.k. Armee und Marine, unabhängig von Rang und Stand. Voraussetzung für die Verleihung war eine mindestens dreimonatige Dienstzeit an der Front sowie die Teilnahme an mindestens einer Schlacht. In der k.u.k. Kriegsmarine erhielten dieses Kreuz nahezu alle Besatzungsmitglieder der im aktiven Einsatz befindlichen Einheiten (Schiffe, U-Boote, Seeflieger). Es galt als sichtbares Zeichen der Frontkameradschaft und wurde an einem charakteristischen Band getragen.
Stiftung, Bedingungen und Trageweise
Stiftung: 13.12.1916 durch Kaiser Karl I. als allgemeines Frontkämpferabzeichen.
Bedingung: 12 Wochen Dienst an der Front und Teilnahme an mindestens einem Gefecht.
Trageweise: Linke Brustseite; Band dreieckig gefaltet (typisch k.u.k.).
Bandfarbe: Rot mit schmalen, abwechselnd rot-weißen Querstreifen an den Rändern.
Aussehen und Material
Form: Schlichtes Tatzenkreuz aus Zinklegierung (Kriegsmetall) mit feiner Körnung.
Avers: Inschrift "GRATI PRINCEPS ET PATRIA" (Dankbar Fürst und Vaterland).
Revers: Kaiser-Monogramm "C" (Carolus), Kaiserkronen und Jahreszahl "MDCCCCXVI".
Besonderheit: Zwischen den Kreuzarmen sind Lorbeerzweige angedeutet.
Relevanz für die Marine
U-Boot-Waffe: Standardauszeichnung für U-Boot-Besatzungen nach Erfüllung der Fronteinsatzzeit.
Status: Wurde oft als erste sichtbare Anerkennung für junge Matrosen und Offiziere verliehen.
Nachkrieg: Wurde von ehemaligen k.u.k. Offizieren in der Reichs- und Kriegsmarine weitergetragen.
Quellenverweise
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über k.u.k. Auszeichnungen bei Seeoffizieren der Crew-Listen.
ÖStA / KA Österreichisches Staatsarchiv / Kriegsarchiv: Verleihungsprotokolle der k.u.k. Marine.
Literaturverweise
Steiner, Jörg C. „Das Karl-Truppenkreuz“ (Monografie zur k.u.k. Ordenskunde).
Stolzer / Steeb „Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart“.
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