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Schüleroffizier

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Dienststellung / Ausbildung Schüleroffizier
Als Schüleroffizier wurde ein Offizier bezeichnet, der zwecks Weiterbildung oder Umschulung zu einem Fachlehrgang an einer Marineschule oder einer speziellen Ausbildungseinrichtung kommandiert war. Während dieser Zeit war er von seinen regulären Bordpflichten entbunden und unterstand disziplinarisch dem Leiter der jeweiligen Lehrgruppe. Der Status des Schüleroffiziers umfasste sowohl junge Offizieranwärter in der Grundausbildung als auch erfahrene Frontoffiziere, die sich auf neue Waffensysteme (z. B. Radar, neue Torpedotypen) oder höhere Führungsaufgaben (Stabsoffizierslehrgänge) vorbereiteten.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Status: Vorübergehende Dienststellung während der Lehrgangsdauer.
Aufgabe: Theoretische und praktische Fachausbildung; Prüfungsvorbereitung.
Unterstellung: Kommandeur der Schule; Leiter der Lehrgruppe.
Ende: Mit Abschluss der Prüfung und Versetzung auf eine neue Planstelle.
Spezifische Merkmale
Bandbreite: Vom Fähnrich zur See bis zum Stabsoffizier (je nach Lehrgang).
Standorte: Marineschulen Mürwik, Kiel; Torpedoschulen; U-Lehrdivisionen.
Pflichten: Teilnahme am Unterricht; praktische Übungen auf Schulschiffen/Simulatoren.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kommandanten: Ausbildung angehender U-Boot-Kommandanten in den Kommandanten-Schießlehrgängen.
Spezialisierung: Umschulung von Überwasser-Offizieren auf die U-Boot-Waffe.
Technik: Einweisung in die Bedienung von Schnorchel-Anlagen und Elektro-Antrieben (Typ XXI).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge: Listen und Bestimmungen für Schüleroffiziere.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit dem Vermerk „Schüleroffizier an der MS...“.
BArch RM 8 Marinepersonalamt: Bestimmungen über die Offiziersausbildung.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Ausbildung).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Zienert, Josef „Unsere Marine: Erziehung und Ausbildung“.
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