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1. Räumbootshalbflottille

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Verband 1. Räumbootshalbflottille
Die 1. Räumbootshalbflottille wurde am 01.10.1933 aus Einheiten des Sperrversuchsverbandes der Sperrabteilung aufgestellt. Sie war die erste spezialisierte Einheit der Reichsmarine, die gezielt mit dem neu entwickelten Bootstyp der Räumboote (R-Boote) ausgestattet wurde. Diese Boote waren für das Räumen von Minenfeldern in flachen Küstengewässern optimiert. Im Zuge der massiven Erweiterung der Kriegsmarine wurde die Halbflottille am 01.10.1935 zur 1. Räumbootsflottille erweitert. Der Verband diente in seiner Frühphase primär der Erprobung der neuen Räumtaktiken und der Ausbildung des Stammpersonals für die spätere Minensuchwaffe.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 01.10.1933; aus Booten des Sperrversuchsverbandes.
Aufgabe: Minenräumdienst; Erprobung neuer Räumgeräte; Küstenschutz.
Unterstellung: Sperrabteilung; Befehlshaber der Sicherung der Ostsee.
Umbenennung: 01.10.1935 in 1. Räumbootsflottille.
Spezifische Merkmale
Einheiten: Erste Generation der Räumboote (z. B. R 1 bis R 8).
Standort: Kiel; Einsatzgebiet vornehmlich in der westlichen Ostsee.
Bedeutung: Keimzelle der modernen deutschen Räumbootswaffe.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Sicherung der Übungsgebiete in der Ostsee durch systematisches Minenräumen.
Ausbildung: Mitwirkung bei gemeinsamen Übungen zur Abwehr von Seeminen.
Technik: Erprobung von Geräuscherzeugern zur Bekämpfung von akustischen Minen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Räumbootsflottillen: Akten über die Aufstellung der frühen R-Verbände.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der frühen Halbflottillenchefs.
BArch RM 61 Sicherungsstreitkräfte: Berichte über die Sperrversuchsverbände.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Sicherungsverbände).
Hümmelchen, Gerhard „Die deutschen Räumboote bei der Kriegsmarine“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
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