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USS Bronstein (DE-189)

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Die USS BRONSTEIN (DE-189) war ein Zerstörer der Cannon-Klasse der amerikanischen United States Navy.
Der Kiel des Zerstörers wurde am 26.08.1943 bei der Federal Shipbuilding and Drydock Company in Newark, New Jersey gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 14.11.1943 und die Indienststellung am 13.12.1943.
Das Schiff hatte eine Verdrängung von 1.240 ts. Es war 93,00 m lang, 11,23 m breit und hatte einen Tiefgang von 3,56 m. 4 × General Motors-Mod. 16-278A Dieselmotoren mit Elektroantrieb erzeugten eine Leistung von 6.000 PS (4.474 kW). Sie konnte das Schiff bis auf 21 Knoten (39 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 216 Mann.
Bewaffnet war die Bronstein mit 3 × 1 - 76 mm/50 Mk.22- Kanonen, 1 × 2 - 40-mm-Mk.1-Flak-Kanonen, 8 × 20 mm Mk.4 Flak-Kanonen, 3 × 533 mm Torpedorohre, 8 x Mk. 6 Wabowerfer, 2 x Mk.9 Waboablaufschinen, 1 × Hedgehog Mk.10 (144 Schuss).
Einsatzgeschichte
Nach den Probefahrten und der Ausbildung, vor Bermuda, verlegte der Zerstörer im Januar 1944 nach Norfolk, Virginia, wo er der Task Group 21.16 zugeteilt wurde, U-Boot Hunter-Killer-Group, die der Block Island (CVE-21), der Corry (DD-463), Bronstein, Thomas (DE-102), Breeman (DE-104) und Bostwick (DE-103) bestand. Am 16.02.1944 verließ die Gruppe Norfolk, um im Nordatlantik zu patrouillieren.
Nachdem sie zunächst vergeblich nach einem japanischen U-Boot gesucht hatte, das Berichten zufolge zwischen Bermuda und den Azoren operierte sollte, richtete die Gruppe ihre Aufmerksamkeit auf ein Wolfsrudel von etwa neun deutschen U-Booten. Die Task Group 21.16 führte zahlreiche Angriffe auf das Rudel durch; und am Abend des 29.02.1944 stellte die Thomas einen Radarkontakt her, und die Bostwick schloss sich der Suche an, um den Kontakt den zu identifizieren. Inzwischen hatte die Block Island die Bronstein abkommandiert, um nach einem zweiten mutmaßlichen U-Boot zu suchen; und während die Zerstörer den neuen Feind jagte, enthüllte eine ihrer Leuchtgranaten U 709 an der Oberfläche, die sich darauf vorbereitet, die Thomas und die Bostwick anzugreifen. Die Bronstein eröffnete das Feuer und registrierte mehrere Treffer. Das U-Boot ging auf Tiefe, um zu entkommen, doch die drei Zerstörer griffen sofort mit Wasserbomben an. Die Thomas versenkte schließlich U 709 am früh Morgen des 01.03.1944.
Als das zweite U-Boot auf die Block Island manövrierte um sie anzugreifen, bekam die Bronstein einen Sonarkontakt und begann sofort Wasserbomben zu werfen. Nach nur einer Stunde wurde die Besatzung des Kriegsschiffs mit einer gewaltigen Explosion belohnt, die nur das Ende des U-Bootes hätte bedeuten können, das später als U 603 identifiziert wurde. Die Hunter-Killer-Group legte am 08.03.1944 in Casablanca an, um Reparaturen durchzuführen und Aufzutanken.
Die Block Island-Gruppe verließ die marokkanische Küste am 11.03.1944 und bekam vier Tage später Radarkontakt mit U 801. Das U-Boot tauchte am Abend des 16.03.1944 auf, und wurde prompt von Flugzeugen des Trägers angegriffen. Das U-Boot tauchte wieder ab und konnte den Jägern bis in die frühen Morgenstunden des 17.03.1944 entkommen Nach einem Funkspruch von U 801, wurde das Boot eingepeilt und die Corry und die Bronstein zwangen das U-Boot durch Wasserbomben zum Auftauchen. Die Besatzung des U-Bootes verließ und versenkte darauf ihr Boot.
Die Bronstein und die Breeman wurden am 22.03.1944 zu einem Sondereinsatz nach Dakar abkommandiert, wo sie am 25.03.1944 eintrafen. Dort nahmen sie 15 Tonnen Goldbarren, die der Bank of Poland gehörten und einen Wert von über 60 Millionen Dollar hatten, auf. Nach dem Beladen fuhren die beiden Eskorten nach New York mit dem Befehl, nicht ihrem Kurs abzuweichen. Sie kamen am 03.04.1944 an und wurden von ihrer wertvollen Fracht befreit.
Nach einer 10-tägigen Instandsetzung auf der New Yorker Marinewerft, trat die Bronstein dem Geleitschutz eines Konvois in Richtung Mittelmeer bei und überquerte ohne Zwischenfälle den Atlantik. Der Konvoi erreichte Bizerta in Tunesien am 04.05.1944. Die Bronstein eskortierte auch den zurückkehrenden Konvoi, der am 11.05.1944 abfuhr. Ein deutsches U-Boot griff am 14.05.1944 zwei Handelsschiffe an und beschädigte sie. Die Bronstein blieb bei den beschädigten Schiffen, bis sie von anderen Geleitfahrzeugen der Destroyer Division 19 abgelöst wurde. Der Rest der Fahrt verlief ohne Zwischenfälle, und der Konvoi lief am 29.05.1944 in den Hafen von New York ein.
Die Bronstein lief am 10.06.1944 für ein Auffrischungstraining nach Casco Bay in Maine. Danach ging es nach Norfolk, um sich einer Huter-Killer-Group anzuschließen, die sich um Card (CVE-11) gebildet hatte. Die Gruppe, die als Task Group Task Group 21.10 bezeichnet wurde, machte sich auf den Weg nach Neufundland um ein U-Boot zu suchen, von dem berichtet wurde, dass es in dieser Nähe operiert. Die Baker (DE-190) und die Thomas versenkten U 233 am 05.07.1944. Anschließend nahm die Task Group 21.10 Kurs auf Boston, um die Gefangenen abzugeben, und die Thomas um den Schaden zu reparieren, die sie beim Rammen des U-Bootes erlitten hatte. Die Task Group verließ Boston wieder am 10.07.1944 um bei den Westindischen Inseln zu patrouillieren. Am 16.07.1944 hatte ein Flugzeug einen Kontakt 60 Meilen nordwestlich der Gruppe, und die Bostwick schloss sich der Bronstein um dem auf den Grund zu gehen. Am frühen Abend erlitt die Card einen Maschinenschaden und lag danach sechs Stunden lang ohne Antrieb im Wasser. Die Bronstein schleppte den Träger sicher nach Puerto Rico, bevor er den Rest der Nacht mit der erfolglosen Suche nach dem U-Boot verbrachte. Die Eskorten kehrten anschließend zu TG 21.10 zurück, die sich dann auf den Weg nach San Juan, Puerto Rico machte, wo sie am 18.07.1944 ankamen.
Drei der Zerstörer nahmen die Suche unmittelbar nach dem Auftanken wieder auf. Die Baker und die Bronstein verließen die Gruppe am 24.07.1944. Die restliche Hunter-Killer-Group setzte seinen Marsch bis zum 17.08.1944 bis zu einem Punkt nordöstlich der Azoren fort, ohne mit U-Booten in Kontakt kommen. Ende des Monats befanden sich die Eskorter zur Reparatur im New York Navy Yard.
Nach dem Werftaufenthalt absolvierte die Bronstein ein Auffrischungstraining in Casco Bay und fuhr dann nach Norfolk, um sich der Card wieder anzuschließen. Am 18.09.1944 machte sie sich mit Task Group 22.2 auf den Weg nach Bermuda, um koordinierte Luft-/See-/U-Boot-Trainingsübungen durchzuführen. Die Hunter-Killer-Group führte danach nördlich der Azoren eine erfolglose Suche nach einem gemeldeten U-Boot durch. Nach einem Tankstopp in Casablanca, am 25. und 26.10.1944, kehrte die Task Group 22.2 nach New York zurück.
Die Bronstein stach am 13.11.1944, mit Task Group 22.2, zum einem erneuten Training in der Nähe von Bermuda, in See. Sie verbrachte Weihnachten auf den Westindischen Inseln, kehrte aber rechtzeitig nach New York zurück, um den Neujahrstag 1945 zu feiern. Im Januar 1945 und in den ersten beiden Februarwochen führte die Zerstörer eine Vielzahl von Aufgaben aus, wie z.bsp. Küstengeleitzüge zu bewachen. Am 11.02.1945 verließ Bronstein Casco Bay, um sich der Core (CVE-13) südlich von Island anzuschließen.
Am 16.02.1945 sichtete sie die Core-Gruppe Task Group 22.4; und alle 12 Zerstörer der Gruppe bildeten eine 90 Meilen lange Aufklärungslinie, um nach einem Wetter meldenden U-Boot zu suchen, von dem angenommen wurde, dass es sich in der Nähe befindet. Die Gruppe fand das U-Boot nicht, stieß aber auf starken Wind und hohe See. Zwei Tage lang kämpften die Eskorten gegen das Wetter und führten, als es sich besserte, notwendige Reparaturen durch. Am 23.02.1945 kam erneut Sturm aus, und die Bronstein legte am 25.02.1945 sicher in Hvalfjörður, Island, an.
Am letzten Februartag 1945 stachen die Zerstörer erneut in See, um nach mehrere U-Boot zu suchen, die Berichten zufolge nach Westen in Richtung des Flemish Cap unterwegs waren. Obwohl sich das Wetter etwas gebessert hatte, wurden die Kriegsschiffe ständig von der See überrollt und waren dankbar, als sie am 14.03.1945 abgelöst wurden. Die Bronstein führte am 17.03.1945 für fünf Tage Reparaturen in New York aus und meldete sich anschließend, mit der Baker in New London, Connecticut, um als Eskorte und Zielschiff für das U-Boot-Training zu dienen.
Die Bronstein kehrte am 14.04.1945 zum Patrouillendienst zurück, als alle Schiffe ihrer Division den Befehl erhielten, vor der Einfahrt zur Chesapeake Bay nach einem U-Boot zu suchen. Mit der Baker und der Breeman suchte die Bronstein die südlichen Kanäle ab. Die Gruppe, die den nördlichen Kanal absuchte, griff in der Nacht vom 29. auf den 30.04.1945 ein U-Boot an und versenkte es. Die Kriegsschiffe fuhren danach nach New York und feierten dort am 07.05.1945 die Kapitulation Deutschlands.
Am 09.05.1945 kehrte die Bronstein in den Dienst zurück und arbeitete mit Card, Mission Bay (CVE-59) und Croatan (CVE-25) zusammen. Sie unterbrach diesen Dienst einmal im Juli, um Zivilisten für die "industrial incentive cruise" aufzunehmen, gefolgt von einer technischen Wartungsabeit im Brooklyn Navy Yard. Die Bronstein kam Ende des Jahres 1945 wieder die Boston Navy Yard, um einen ihrer Hauptmotoren zu reparieren. Am 23.10.1945 ging es nach New York, um an der Navy Day Review teilzunehmen.
Die Bronstein verließ New York am 03.11.1945 und fuhr weiter nach Green Cove Springs in Florida, wo sie am 17.06.1946 außer Dienst gestellt und bei der St. Johns River Group festgemacht wurde. Am 03.05.1952 wurde die Bronstein nach Uruguay verkauft und als Artigas (DE-2) wieder in Dienst gestellt. Ihr Name wurde am 14.05.1952 von der US Navy List gestrichen. Die Artigas (DE-2) wurde endgültig außer Dienst gestellt und 1988 verschrottet.
Übersetzt aus dem englischen aus Wikipedia → USS Bronstein (DE-189)