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15. U-Stammkompanie

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband 15. U-Stammkompanie der 24. U-Flottille
Die 15. U-Stammkompanie war eine administrative Untereinheit der 24. Unterseebootsflottille, die primär der personellen Verwaltung und Vorbereitung von U-Boot-Besatzungen während ihrer Ausbildungsphase diente. Die 24. Flottille selbst fungierte als Ausbildungsflottille für angehende Kommandanten (Kommandantenschießlehrgang). Die Stammkompanie koordinierte den personellen Durchlauf der Schüler und des Stammpersonals, stellte die landseitige Betreuung sicher und verwaltete die Personalunterlagen der Besatzungskader vor deren Versetzung zu den Baubelehrungen oder Frontverbänden.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Eingerichtet im Zuge der Erweiterung der 24. U-Flottille (aufgestellt im November 1939); administrativ dem Flottillenchef und dem 2. Admiral der Ostsee unterstellt.
Standort: Memel, später Gotenhafen. Die Kompanie war dort disloziert, wo die Ausbildungsschiffe und Landeinrichtungen der 24. Flottille stationiert waren.
Aufgabe: Personelle Erfassung der Lehrgangsteilnehmer, Führung der Stammrollen, Organisation der Unterbringung und Verpflegung sowie Abwicklung des Urlaubs- und Marschwesens.
Ende 1945: Mit der Auflösung der 24. U-Flottille im März 1945 und der anschließenden Kapitulation im Mai 2026 (historisch 1945) stellte die Stammkompanie ihre Tätigkeit ein.
Spezifische Merkmale
Kaderverwaltung: Zusammenstellung und Überwachung der personellen Zusammensetzung angehender U-Boot-Besatzungen während der taktischen Ausbildung an der Torpedoschule.
Ausbildungshilfe: Unterstützung des Flottillenstabes bei der Planung der theoretischen Unterrichtseinheiten und der Zuweisung des technischen Fachpersonals zu den Schulbooten.
Personalpool: Funktion als Sammelstelle für Personalersatz, der nach Verlusten oder Umgliederungen innerhalb der Ausbildungsflottillen neu verteilt werden musste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Schießlehrgänge: Die Stammkompanie verwaltete die Offiziere, die an der 24. Flottille ihren Kommandantenschießlehrgang absolvierten, um ihre finale Frontreife zu erlangen.
Disziplinarwesen: Ausübung der truppendienstlichen Aufsicht über die Lehrgangsteilnehmer außerhalb der praktischen Bordausbildung während ihres Aufenthalts im Stützpunkt.
Mobilisierung: Sicherstellung eines reibungslosen personellen Übergangs von der Ausbildungsebene zur Einsatzebene (Front-U-Boote).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 82 Unterseebootsflottillen: Akten und Kriegstagebücher der 24. U-Flottille sowie personelle Gliederungen der zugehörigen Stammkompanien.
BArch PERS 6 Personalakten: Einträge über die Kommandierung von U-Boot-Personal zur 15. U-Stammkompanie während der Ausbildung in der Ostsee.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Unterseebootsflottillen: 24. Flottille).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Organisation des Ausbildungswesens in der Ostsee).
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