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2. Lageoffzier

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Datenblatt 2. Lageoffzier
Der 2. Lageoffizier war eine spezialisierte Stabsposition, die vor allem in den höheren Befehlsstellen der Kriegsmarine (beispielsweise beim Befehlshaber der Unterseeboote) zu finden war. Während der 1. Lageoffizier meist die gesamte operative Lage verantwortete, war der 2. Lageoffizier für spezifische Teilbereiche und die Zuarbeit zuständig.
Erfassung und Auswertung der Feindlage
Die Hauptaufgabe bestand in der kontinuierlichen Pflege des Lagebildes.
Informationseinzug: Er sammelte alle eintreffenden Meldungen über feindliche Schiffsbewegungen, Flugzeugsichtungen und Minenwarnungen.
Lagekarte: Er führte die großformatigen Lagekarten im Stab und zeichnete die Positionen der eigenen Einheiten (beispielsweise Typ VII C Boote im Atlantik) sowie die vermuteten Standorte gegnerischer Geleitzüge ein.
Berichterstattung: Er bereitete die täglichen Lagevorträge für den Chef des Stabes oder den Admiral (beispielsweise den Vizeadmiral) vor.
Spezialzuständigkeiten (Beispiel U-Boot-Waffe)
In einem U-Boot-Stab (Befehlshaber der Unterseeboote) konzentrierte sich der 2. Lageoffizier oft auf:
Nachrichtenauswertung: Er arbeitete eng mit dem Signaloffizier zusammen, um entzifferte Funksprüche des Gegners sofort taktisch einzuordnen.
Wetterlage: Oft war er auch für die Auswertung der Wetterberichte zuständig, da die Sichtverhältnisse für Angriffe der Boote vom Typ XXI oder Typ VII C entscheidend waren.
Unterstützung bei der Operationsplanung
Er war die „rechte Hand“ des 1. Lageoffiziers bei der Ausarbeitung von Befehlen:
Wegesicherung: In Zusammenarbeit mit Dienststellen wie dem Führer der Minensuchboote West prüfte er, ob die vorgesehenen Marschroute für auslaufende U-Boote minenfrei und gesichert waren.
Statistik: Er führte Buch über die Erfolge (versenkte Tonnage) und die Verluste des eigenen Verbandes.
Bedeutung für die Führungshierarchie
Die Position wurde meist von einem erfahrenen Kapitänleutnant oder Korvettenkapitän besetzt, der selbst Fronterfahrung als Kommandant gesammelt hatte. Dieses praktische Wissen war nötig, um die oft lückenhaften Meldungen von See (beispielsweise aus einem Nachrichtenlehrgang) korrekt interpretieren zu können.
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RM 7 In den Kriegstagebüchern der Seekriegsleitung sind die täglichen Lagebeurteilungen, die von den Lageoffiziern erstellt wurden, dokumentiert.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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