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Bulgarisches Militärverdienstkreuz

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Auszeichnung Bulgarisches Militärverdienstkreuz
Das Militärverdienstkreuz wurde am 18. Mai 1891 durch Fürst Ferdinand I. von Bulgarien als Teil des Militärverdienstordens gestiftet. Es diente der Auszeichnung von Unteroffizieren und Mannschaften für tapferes Verhalten oder langjährige, treue Dienste im Militär. Während des Zweiten Weltkriegs wurde diese Auszeichnung vielfach an deutsches Personal der Kriegsmarine verliehen, die im Schwarzmeerraum oder in Verbindungsstäben zur bulgarischen Marine tätig waren. Die Verleihung an deutsche Soldaten erfolgte in der Regel mit der Kriegsdekoration (Lorbeerkranz).
Beschreibung des Aussehens
Ordenskreuz: Ein Pisaner Kreuz (ähnlich dem Malteserkreuz), das je nach Stufe in Gold (vergoldet), Silber oder Bronze ausgeführt war. Bei der Kriegsausführung liegen zwei gekreuzte Schwerter unter dem Kreuz.
Medaillon: Das Avers zeigt das Monogramm des Stifters (Ferdinand I.) oder des späteren Königs Boris III. Das Revers zeigt den bulgarischen Löwen mit dem sächsischen Wappen und dem Stiftungsdatum.
Besonderheit: Die für deutsche Soldaten relevante Kriegsausführung ist an einem grün emaillierten Lorbeerkranz erkennbar, der zwischen den Kreuzarmen verläuft.
Ordensband: Hellblaues Band mit silbernen Randstreifen (Band des Tapferkeitsordens) für Verleihungen im Krieg oder gelbes Band mit schwarz-weißen Rändern für Verdienste im Frieden.
Die drei Klassen (Stufen)
I. Klasse (Gold): Goldenes (vergoldetes) Kreuz. Verleihung an hohe Unteroffiziersgrade (Oberfeldwebel, Stabsfeldwebel) für hervorragende Verdienste.
II. Klasse (Silber): Silbernes Kreuz. Verleihung an Unteroffiziere (Maaten, Obermaaten) für Tapferkeit oder besondere pflichtgetreue Leistungen.
III. Klasse (Bronze): Bronzenes Kreuz. Verleihung an Mannschaftsdienstgrade (Matrosen, Gefreite) für treue Pflichterfüllung im Einsatz.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Schwarzmeer-Einsatz: Zahlreiche Mannschaften der 30. U-Flottille, die in den Häfen Warna und Burgas stationiert waren, erhielten das Kreuz für die Sicherung der bulgarischen Küstenlinie.
Marinehelfer: Auszeichnung für deutsches technisches Personal, das bulgarische Einheiten an Torpedowaffen und U-Jagd-Geräten ausbildete.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Einträge über die Verleihung des bulgarischen Militärverdienstkreuzes und die entsprechenden Tragegenehmigungen.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Verleihung ausländischer Ehrenzeichen an Angehörige der Kriegsmarine im Südostraum.
Literaturverweise
Klietmann, K.-G. „Bulgarien: Die Orden und Ehrenzeichen 1878–1944“.
Nimmergut, Jörg „Abzeichen und Orden 1800-1945“.
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