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Flakmaschinenlehrgang für Offiziere

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Ausbildung Flakmaschinenlehrgang für Offiziere
Der Flakmaschinenlehrgang für Offiziere war eine hochspezialisierte waffentechnische Ausbildung innerhalb der Marine-Artillerie. Er richtete sich primär an Seeoffiziere und Waffenoffiziere, die für die Führung von Flak-Batterien mit automatischen Waffen (Maschinenkanonen) vorgesehen waren. Im Fokus standen die Mechanik, die Richtantriebe und die störungsfreie Funktion der leichten und mittleren Flak-Typen (2-cm bis 5-cm). Die Teilnehmer wurden befähigt, technische Defekte unter Gefechtsbedingungen zu diagnostizieren, die Wartung der komplexen Verschluss- und Zuführsysteme zu überwachen und die personelle Bedienung technisch anzuleiten.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufgaben: Studium der Waffenmechanik; Behebung von Lade- und Zündstörungen; Einweisung in die Hydraulik und Elektromechanik der Lafetten; Instandsetzungsleitung.
Standort: Durchführung an den Marine-Flak-Schulen (M.A.S.), vorrangig in Swinemünde (M.A.S. I) sowie an waffentechnischen Versuchsanstalten.
Qualifikation: Teilnahme von Offizieren der Waffenlaufbahn oder Seeoffizieren in Sonderverwendungen (z. B. Flak-Leiter auf Zerstörern oder U-Flottillen).
Ende 1945: Mit der Demontage der Flak-Waffenanlagen und der Auflösung der Marineschulen nach der Kapitulation beendet.
Spezifische Merkmale
Technik-Fokus: Im Gegensatz zum taktischen Schießlehrgang lag hier das Schwergewicht auf der „Maschine“ – der Waffentechnik und deren physikalischen Belastungsgrenzen.
Innovation: Einbeziehung neuester Entwicklungen wie der 3,7-cm-Flak-M42 oder der 5-cm-Flak zur Erhöhung der Feuergeschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
Werkstattdienst: Praktische Arbeit in den Marine-Artillerie-Arsenalen zur Ausbildung in der Generalüberholung von Flak-Maschinenkanonen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
U-Flak-Fallen: Essenzielle Ausbildung für Offiziere auf den Flak-U-Booten, um die extreme Beanspruchung der Waffen durch Salzwasser und Tauchdruck technisch zu meistern.
Instandhaltung: Sicherstellung der Gefechtsbereitschaft der 2-cm- und 3,7-cm-Flak auf dem Wintergarten, die oft durch Korrosion und mechanische Belastung auszufallen drohten.
Personal: Die Absolventen fungierten als technische Berater in den U-Flottillen-Stäben für die Umrüstung der Boote auf verstärkte Flak-Bewaffnung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die technischen Lehrpläne und die Ausrüstung der Flak-Maschinenschulen.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über technische Mängel an Flak-Maschinenkanonen und daraus resultierende Ausbildungsanweisungen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Nachweisen über die Fachqualifikation „Flakmaschinenlehrgang für Offiziere“.
Literaturverweise
Breyer, Siegfried „Die Flugabwehrwaffen der deutschen Kriegsmarine“ (Details zur Technik und Instandhaltung).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Marineartillerie-Ausbildung).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der waffentechnischen Sonderlehrgänge).
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