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| Verband
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Marine-Bataillon Emmermann
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| Das Marine-Bataillon „Emmermann“ (auch bekannt als Marine-Schützen-Bataillon Emmermann) war ein improvisierter Infanterieverband der Kriegsmarine in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Benannt nach seinem Kommandeur, dem hochdekorierten U-Boot-Kommandanten Korvettenkapitän Günter Emmermann, bestand die Einheit primär aus Personal der U-Boot-Waffe und Lehrdivisionen, das im Erdkampf gegen die vorrückenden alliierten Truppen eingesetzt wurde.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert im Frühjahr 1945 aus dem Personalstamm der 31. U-Flottille sowie Lehrkräften und Schülern der U-Lehrdivisionen im Raum Hamburg / Wesermünde.
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| Standort: |
Einsatzschwerpunkt war die Verteidigung des norddeutschen Raums, insbesondere die Sicherung der Elbe-Linie und der Rückzugswege im Raum Hamburg gegen britische Panzerspitzen.
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| Technik: |
Infanteristische Ausrüstung mit leichten Handfeuerwaffen, Panzerfäusten und Handgranaten. Die Einheit operierte aufgrund des Mangels an schweren Waffen primär im verzögernden Widerstand.
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| Ende 1945: |
Das Bataillon löste sich mit der Kapitulation im Raum Norddeutschland im Mai 1945 auf; die verbliebenen Angehörigen der U-Boot-Waffe begaben sich in britische Gefangenschaft.
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| Spezifische Merkmale
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| Kommandoführung: |
Die Führung durch den erfahrenen Ritterkreuzträger Günter Emmermann verlieh dem Verband trotz mangelnder Infanterieausbildung eine hohe disziplinarische Standhaftigkeit.
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| Alarmverband: |
Als klassische „Alarmeinheit“ wurde das Bataillon ohne schwere logistische Unterstützung direkt aus den Schulungszentren an die drohenden Einbruchstellen der Landfront geworfen.
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| Erdkampf-Umschulung: |
Das hochspezialisierte technische Personal der U-Boot-Waffe musste innerhalb weniger Tage für den infanteristischen Häuser- und Stellungskampf umschulen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Personalopfer: |
Die Aufstellung des Bataillons markierte das Ende der operativen U-Boot-Ausbildung, da das Lehrpersonal zur Verteidigung der Stützpunkte als Infanterie eingesetzt wurde.
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| Stützpunkt-Schutz: |
Primärer Auftrag war der Schutz der verbliebenen Werftanlagen und U-Boot-Bunker vor dem direkten Zugriff feindlicher Landstreitkräfte während der Evakuierungsphase.
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| Traditionspflege: |
Trotz der fachfremden Verwendung behielten die Männer ihre Marineuniformen und Abzeichen bei, was den Korpsgeist der U-Boot-Waffe bis in die letzten Gefechte trug.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 61-II |
Marine-Schützen-Verbände: Unterlagen zur Aufstellung von Alarmeinheiten aus Personal der U-Boot-Flottillen im Wehrkreis X.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Kommandierung von Korvettenkapitän Günter Emmermann vom BdU zum Marine-Bataillon.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über den Einsatz von Marine-Infanterie zur Sicherung der Elbe-Mündung und des Hamburger Hafens.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marine-Infanterie: Alarmeinheiten der U-Boot-Waffe).
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| Busch / Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Band: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe - Details zu Emmermanns letztem Kommando).
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| Tessin, Georg |
"Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS" (Gliederung der Marine-Schützen-Einheiten 1945).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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