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Marine Alarmbataillon Sohler

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband Marine-Alarmbataillon Sohler
Das Marine-Alarmbataillon Sohler wurde im April 1945 in Norddeutschland aufgestellt. Es bestand primär aus dem Personal der 7. U-Flottille und wurde nach seinem Kommandeur, Korvettenkapitän Herbert Sohler, benannt. In der Endphase des Krieges dienten diese Alarmbataillone als improvisierte Marine-Infanterieverbände zur Verteidigung der norddeutschen Küstengebiete und zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Raum Hamburg/Schleswig-Holstein gegenüber den vorrückenden alliierten Bodentruppen.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: April 1945; gebildet aus Personal der 7. U-Flottille (St. Nazaire/Hamburg).
Aufgabe: Infanteristischer Erdkampf; Objektschutz; Sicherung von Rückzugswegen.
Unterstellung: Admiral Deutsche Bucht; operativ wechselnden Verteidigungsbereichen.
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung und Entwaffnung nach der Kapitulation im Nordraum.
Spezifische Merkmale
Kommandeur: Korvettenkapitän Herbert Sohler (Ritterkreuzträger, Flottillenchef 7. U-Flottille).
Personal: Erfahrene U-Boot-Besatzungen und technisches Bodenpersonal der Flottille.
Besonderheit: Typischer „Alarmverband“ der letzten Kriegswochen ohne schwere Bewaffnung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
7. U-Flottille: Letzte organisatorische Form der „Wegener-Flottille“ im Erdkampfeinsatz.
Disziplin: Sicherstellung des Zusammenhalts der U-Boot-Männer während des Zusammenbruchs.
Abwicklung: Das Bataillon bildete den Rahmen für die Internierung des Flottillenpersonals im Mai 1945.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegang Herbert Sohler (Nachweis Alarmbataillon).
BArch RM 87 BdU / Flottillen: Akten über die Aufstellung von Marine-Schützen-Verbänden 1945.
BArch RM 45-I Admiral Deutsche Bucht: Berichte über Alarmverbände im Raum Hamburg.
Literaturverweise
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 1: Kommandanten).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Marine-Infanterie).
Kurowski, Franz „Deutsche Marineinfanterie 1939–1945“.
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