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Marinearsenal Toulon

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Dienststelle Marinearsenal Toulon
Das Marinearsenal Toulon wurde nach der Besetzung Südfrankreichs (Unternehmen Anton) im November 1942 von der Kriegsmarine übernommen. Es handelte sich um die bedeutendste französische Werftanlage am Mittelmeer. Die Dienststelle war für die Instandsetzung, Ausrüstung und Wartung der im Mittelmeer operierenden deutschen Seestreitkräfte sowie für die Bergung und Instandsetzung der im November 1942 selbstversenkten französischen Flotte verantwortlich. Das Arsenal unterstand dem Arsenalbevollmächtigten Süd (später Admiral Schwarzes Meer/Mittelmeer) und war ein logistischer Knotenpunkt für die Kriegsführung im südlichen Operationsraum.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: November 1942; Übernahme der französischen Marineinfrastruktur.
Aufgabe: Instandsetzung von Überwasser- und U-Boot-Einheiten; Bergungswesen; Materialverwaltung.
Unterstellung: Seekommandant Riviera; fachlich dem Oberwerftstab Frankreich.
Ende 1944: August 1944; Aufgabe und teilweise Zerstörung vor der alliierten Landung (Operation Dragoon).
Spezifische Merkmale
Kapazität: Verfügte über umfangreiche Trockendocks, Werkstätten und schwere Hebezeuge für Großschiffe.
Personal: Einsatz von deutschem Fachpersonal der Kriegsmarinewerften und französischen Zivilarbeitern.
Bergung: Großprojekt zur Hebung der versenkten französischen Schlachtschiffe und Kreuzer zur Rohstoffgewinnung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
29. U-Flottille: Wichtigster Instandsetzungsstützpunkt für die U-Boote der im Mittelmeer operierenden 29. Flottille.
Infrastruktur: Nutzung der bombensicheren Werkstattanlagen für die Wartung der Typ VII C Boote.
Logistik: Lagerhaltung für Torpedos, Ersatzteile und Treibstoffe für Fernunternehmungen im Mittelmeer.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Instandsetzungslage im Mittelmeerraum.
BArch RM 45-III Admiral französische Südküste: Berichte über den Betrieb des Arsenals Toulon.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Marineingenieuren mit Dienststellung im Arsenal Toulon.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Landorganisation Süd).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 5: Werften und Arsenalboote).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Werftstäbe).
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