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| Verband
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Marinebrigade Ehrhardt
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| Die Marinebrigade Ehrhardt, auch als II. Marine-Brigade bekannt, war ein nach dem Ersten Weltkrieg aufgestellter Freikorps-Verband unter der Führung von Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt. Sie setzte sich primär aus ehemaligen Angehörigen der Kaiserlichen Marine (insbesondere der U-Boot-Waffe und der Torpedoboote) zusammen. Die Brigade war bekannt für ihre kompromisslose antibolschewistische Haltung und ihre Beteiligung an den Kämpfen in Berlin, München und Oberschlesien sowie am Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920. Nach ihrer offiziellen Auflösung bildete sie den Kern der Organisation Consul (O.C.).
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert im Februar 1919 in Wilhelmshaven aus Freiwilligen der Marine-Einheiten; Stärke ca. 6.000 Mann.
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| Einsatzraum: |
Berlin (Märzkämpfe 1919), München (Räterepublik), Oberschlesien (Grenzschutz) und beim Putschversuch im März 1920 in Berlin.
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| Kennzeichen: |
Das weiße Hakenkreuz am Stahlhelm und das Lied der Brigade („Hakenkreuz am Stahlhelm, schwarz-weiß-rotes Band“).
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| Ende 1920: |
Offizielle Auflösung im Mai 1920 auf Druck der Alliierten; personelle Überführung in die Reichsmarine oder Untergrundorganisationen.
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| Spezifische Merkmale
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| Elitecharakter: |
Die Brigade galt als einer der am besten disziplinierten und schlagkräftigsten Freikorps-Verbände der Nachkriegszeit.
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| Politische Rolle: |
Aktive Gegnerschaft zur Weimarer Republik; Besetzung des Berliner Regierungsviertels während des Kapp-Putsches.
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| Tradition: |
Stark ausgeprägter Korpsgeist der Seeoffiziere und Deckoffiziere, die sich als „Soldaten der See“ auch im Erdkampf bewährten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Personalstamm: |
Zahlreiche spätere U-Boot-Offiziere der Kriegsmarine (z. B. Karl Dönitz, Günther Lütjens) dienten in der Brigade oder sympathisierten mit ihr.
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| Kontinuität: |
Die Brigade bewahrte den Kader der Marineoffiziere über die chaotischen Nachkriegsjahre hinweg für die spätere Reichsmarine.
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| Ausbildung: |
Die im Freikorps gesammelten Erfahrungen im infanteristischen Kampf flossen später in die Ausbildung der Marine-Stammabteilungen ein.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 120 |
Seetransportchef und Freikorps: Akten über die Aufstellung und Bewaffnung der II. Marine-Brigade Ehrhardt.
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| BArch R 43 |
Reichskanzlei: Dokumente zum Kapp-Putsch und den Verhandlungen über die Auflösung der Brigade.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Seeoffizieren in der Marinebrigade Ehrhardt.
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| Literaturverweise
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| Krüger, Gabriele |
„Die Brigade Ehrhardt“ (Standardwerk zur Geschichte und politischen Bedeutung des Verbandes).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Die Marine in den Nachkriegswirren).
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| Schulze-Wegener, G. |
„Die deutsche Kriegsmarine - Eine illustrierte Geschichte“ (Details zu den Marine-Freikorps).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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