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Marineflak Brest

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband 24. Marine-Flak-Regiment
Das 24. Marine-Flak-Regiment wurde im Juni 1941 in Brest (Frankreich) aufgestellt und unterstand dem Seekommandanten Bretagne. Es war verantwortlich für den gesamten Flugabwehrschutz des strategisch entscheidenden Kriegshafens und U-Boot-Stützpunktes Brest. Das Regiment führte mehrere Marine-Flak-Abteilungen (M.Fla.A. 231, 803, 804, 805, 811), die in einem massiven Gürtel um die Stadt und die Halbinsel Kélern positioniert waren. Neben der Luftabwehr gegen schwere alliierte Bomberverbände wurden die Batterien in der Endphase 1944 maßgeblich im Erdkampf zur Verteidigung der „Festung Brest“ eingesetzt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Juni 1941; Zusammenfassung der bereits seit 1940 vor Ort befindlichen Flak-Einheiten.
Aufgabe: Schutz der U-Boot-Bunker und Werften; Seezielbekämpfung in der Rade de Brest; Luftraumüberwachung; Erdkampfunterstützung.
Struktur: Regimentsstab; unterstellt waren bis zu fünf schwere Flak-Abteilungen mit Kalibern von 2-cm bis 12,8-cm.
Ende 1944: Vernichtung bzw. Kapitulation nach der Belagerung von Brest im September 1944.
Spezifische Merkmale
Bewaffnung: Einsatz modernster schwerer Flak-Batterien (z.T. in Turmbunkern) und zahlreicher Funkmessgeräte (Würzburg-Radar) zur Zielerfassung.
Festungskampf: Während der Schlacht um Brest (August–September 1944) bildeten die Marineflak-Batterien das Rückgrat der Verteidigung gegen US-Panzerverbände.
Führung: Bekannte Regimentskommandure waren u.a. Kapitän zur See Karl-Conrad Mecke (Ritterkreuz für die Verteidigung von Brest).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bunkerschutz: Die Marineflak sicherte den Bau und den Betrieb der massiven U-Boot-Bunker der 1. und 9. U-Flottille gegen „Tallboy“-Bomben.
Flak-Fallen: Ausbildungsaustausch zwischen Flak-Personal der U-Boote und den stationären Batterien zur Verbesserung der Abschussquoten.
Ein- und Auslauf: Sicherung der engen Durchfahrt (Goulet de Brest) für U-Boote gegen Tieffliegerangriffe der RAF.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-III Marineoberkommando West / Seekommandant Bretagne: Akten über die Luftverteidigung und den Festungskampf in Brest.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in den Marine-Flak-Abteilungen des Regiments 24.
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Unterlagen zur Ausbildung des Flak-Personals für den Einsatz an der Atlantikküste.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Marineflak).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Frankreich (Brest/Lorient)“.
Sakkers, Hans „Festung Brest: Die Kämpfe um den bedeutendsten U-Boot-Stützpunkt in der Bretagne“.
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