|
|
|
| Dienststelle
|
Marinelazarett Bordeaux
|
|
|
|
|
| Das Marinelazarett Bordeaux wurde nach der Besetzung Frankreichs im Jahr 1940 eingerichtet, um die medizinische Versorgung der deutschen Seestreitkräfte an der südfranzösischen Atlantikküste sicherzustellen. Es unterstand dem Stationsarzt West bzw. dem Admiral der französischen Südküste. Neben der Behandlung verwundeter und erkrankter Marineangehöriger war das Lazarett insbesondere auf die Bedürfnisse der in Bordeaux stationierten U-Boot-Verbände sowie der italienischen Betasom-Basis ausgerichtet. Es verfügte über moderne chirurgische Kapazitäten und spezialisierte Fachabteilungen zur Rehabilitation von Frontbesatzungen.
|
|
|
|
|
| Entstehung, Funktion und Ende
|
|
|
| Aufstellung: |
Formiert im Sommer 1940 unter Nutzung bestehender französischer Spitalinfrastruktur; administrativ dem Sanitätsamt West unterstellt.
|
| Standort: |
Bordeaux (Frankreich). Die Einrichtung umfasste den Hauptkomplex in der Stadt sowie mehrere Erholungsheime im Umland der Biskaya.
|
| Aufgabe: |
Stationäre Behandlung von Verwundungen aus dem Seekrieg; Durchführung von Tauglichkeitsprüfungen; medizinische Betreuung der Werftarbeiter.
|
| Ende 1944: |
Mit dem Rückzug der deutschen Truppen aus Südfrankreich im August 1944 wurde das Lazarett geräumt und die Patienten nach Deutschland verlegt.
|
|
|
| Spezifische Merkmale
|
|
|
| Kooperation: |
Enge Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der italienischen U-Boot-Basis (Betasom) zur Versorgung der verbündeten Seeleute.
|
| Spezialisierung: |
Einrichtung von Fachbereichen für Tropenmedizin, da Bordeaux als Ausgangspunkt für Fernunternehmungen (z.B. Monsun-Boote) diente.
|
| Luftschutz: |
Aufgrund der strategischen Lage im Hafenbereich wurden für die Patienten und OP-Teams betonierte Schutzräume und Bunkeranlagen errichtet.
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Betasom: |
Hauptversorgungsstelle für die Besatzungen der 12. U-Flottille sowie der italienischen Fern-U-Boote im Atlantik.
|
| Regeneration: |
Durchführung von Kur- und Erholungsaufenthalten für U-Boot-Besatzungen nach extremen Belastungen während langer Feindfahrten.
|
| Sanitätsdienst: |
Fachliche Aufsicht und Nachschubversorgung für die Sanitätsausrüstung der in Bordeaux stationierten Front-U-Boote.
|
|
|
| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 12 |
Sanitätswesen der Kriegsmarine: Akten über die Organisation, Bauunterlagen und Berichte des Marinelazaretts Bordeaux.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Marineärzten und medizinischem Fachpersonal in Frankreich.
|
| BArch PERS 10 |
Sanitätsoffiziere: Laufbahnakten der leitenden Chirurgen und Chefärzte am Standort Bordeaux.
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sanitätswesen: Lazarette im Westen).
|
| Nöldeke / Hartmann |
„Der Sanitätsdienst in der deutschen Flotte“ (Details zur Versorgung der U-Boot-Stützpunkte).
|
| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Chefärzte in Bordeaux).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|