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| Verband
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Dienstsegelboot Robbe
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| Das Dienstsegelboot Robbe war ein prominentes Ausbildungsschiff der Kriegsmarine, das primär der nautischen Grundschulung und der Charakterbildung des Nachwuchses diente. Als 12-mR-Yacht verkörperte sie die Verbindung von sportlichem Segeln und militärischer Seemännizität. Sie wurde eingesetzt, um angehenden Unteroffizieren und Offizieren die essentiellen Grundlagen von Wind, Strömung und Manövrierfähigkeit unter Segeln zu vermitteln.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Das Boot war Teil des Bestandes an Dienstsegelyachten, die den Marineschulen zur praktischen Ausbildung unterstellt waren. Es diente als schwimmende Schulbank für die seemännische Basisausbildung.
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| Standort: |
Hauptsächlich stationiert im Raum Kiel oder an der Marineunteroffizierschule (MUS) in Plön. Einsatzgebiete waren die Kieler Förde, die westliche Ostsee sowie der Große Plöner See.
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| Technik: |
Konstruiert als klassische Regattayacht der 12-Meter-Klasse. Diese Boote zeichneten sich durch hohe Segeltragekraft und komplexe Takelage aus, was eine eingespielte Besatzung erforderte.
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| Ende 1945: |
Nach Kriegsende wurden die meisten Dienstsegelyachten, darunter auch die Robbe, von den Siegermächten als Kriegsbeute beschlagnahmt oder in den zivilen Segelsport überführt.
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| Spezifische Merkmale
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| Nautische Schulung: |
Vermittlung von Grundkenntnissen in Navigation, Segeltrimm und Wetterkunde, die als Fundament für den späteren Dienst auf motorgetriebenen Kriegsschiffen und U-Booten galten.
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| Teamtraining: |
Die Bedienung einer 12-mR-Yacht erforderte diszipliniertes Zusammenwirken der Besatzung unter körperlicher Belastung, was gezielt zur Förderung der Kameradschaft eingesetzt wurde.
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| Repräsentation: |
Neben der Ausbildung wurden Boote wie die Robbe auch bei Regatten eingesetzt, um das Ansehen der Marine im sportlichen Wettkampf zu unterstreichen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Basisausbildung: |
Viele spätere U-Boot-Kommandanten absolvierten ihre ersten Seemeilen auf Dienstsegelbooten, um ein instinktives Gefühl für das Element Wasser zu entwickeln.
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| Auslesekriterium: |
Die Leistung und das Verhalten der Anwärter während der harten Segelausbildung auf Booten wie der Robbe dienten den Ausbildern als wichtiges Kriterium für die Eignung zum Seedienst.
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| Traditionspflege: |
Die Segelausbildung blieb trotz der technisierten U-Boot-Waffe ein fester Bestandteil der Tradition, um die Verbundenheit mit der klassischen Seefahrt aufrechtzuerhalten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 20 |
Marineschulen: Unterlagen zur Ausbildungsorganisation und den Bestandslisten der Dienstsegelboote an den Standorten Kiel und Plön.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an Segellehrgängen und die Verwendung auf Dienstsegelyachten im Werdegang von Offizieren.
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| BArch RHD 18 |
M.Dv. 32: Vorschriften über die Segelausbildung in der Kriegsmarine und die Wartung von Dienstsegelbooten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Ausbildungswesen: Segelausbildung).
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| Gruber, Johannes |
"Segeln in der Marine" (Geschichte und Boote der deutschen Dienstsegelschifffahrt).
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| Rössler, Eberhard |
"Die deutsche U-Boot-Waffe" (Hinweise zur Ausbildung der Kommandanten-Jahrgänge).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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