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U-Bootzerstörer (S) Versuchsgruppe
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| Die U-Bootzerstörer (S) Versuchsgruppe war eine spezialisierte technische Einheit der Kriegsmarine, die sich mit der Erprobung und Entwicklung von Schnellbooten zur gezielten U-Boot-Bekämpfung befasste. Der Zusatz (S) deutete auf den Einsatz von Schnellboot-Einheiten hin, die aufgrund ihrer Geschwindigkeit und geringen Größe als schwer ortbare Jäger agieren sollten. Die Gruppe testete hierbei neue Ortungsverfahren und Waffensysteme zur Optimierung der defensiven und offensiven U-Abwehr.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert im Zuge der Intensivierung der U-Abwehr-Forschung; meist dem Erprobungskommando der Schnellboote oder der Inspektion der Sicherungsstreitkräfte fachlich zugeordnet.
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| Standort: |
Die Erprobungen fanden vornehmlich in den gesicherten Gewässern der Ostsee statt, um ungestörte Messreihen zur akustischen Signatur und Ortungsreichweite durchzuführen.
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| Technik: |
Einsatz von modifizierten Schnellbooten, die mit speziellen Horchgeräten (S-Anlagen) und verbesserten Wasserbomben-Abwurfeinrichtungen für den Nahbereichskampf ausgerüstet waren.
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| Ende 1945: |
Mit der Einstellung der technischen Entwicklungsprogramme kurz vor Kriegsende und der anschließenden Kapitulation im Mai 1945 wurde die Versuchsgruppe aufgelöst.
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| Spezifische Merkmale
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| Taktik-Entwicklung: |
Erarbeitung von Einsatzgrundsätzen für den koordinierten Angriff von S-Booten auf getauchte Ziele unter Ausnutzung der hohen Manövrierfähigkeit der Boote.
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| Akustik-Studien: |
Untersuchung der Eigengeräuschdämmung bei hohen Geschwindigkeiten, um die Effektivität der eigenen Horchgeräte während der Verfolgungsfahrt zu verbessern.
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| Waffenerprobung: |
Test von flachgehenden Wasserbomben und Raketenwerfern, die speziell für die Bekämpfung von U-Booten in flachen Küstengewässern konzipiert waren.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Abwehr-Forschung: |
Die Erkenntnisse der Gruppe flossen unmittelbar in die Ausbildung der U-Boot-Kommandanten ein, um diese über die neuen taktischen Möglichkeiten schneller Überwasserjäger aufzuklären.
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| Tarnung: |
Durch die Versuche der Versuchsgruppe wurden neue Anforderungen an die akustische Tarnung gestellt, um der verbesserten Ortung durch S-Jäger entgegenzuwirken.
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| Geleitschutz: |
Die Gruppe lieferte die technischen Grundlagen für den Einsatz von S-Booten als Nahsicherung für auslaufende Front-U-Boote in stark gefährdeten Küstenrevieren.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 24 |
Inspektion der Sicherungsstreitkräfte: Akten über die Erprobung von S-Booten zur U-Abwehr und Berichte der Versuchsgruppe.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Dokumentation über die Weiterentwicklung der U-Jagd-Verfahren und den Einsatz schneller Einheiten.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über See- und Ingenieuroffiziere, die in der technischen Leitung der Versuchsgruppe (S) tätig waren.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Schnellboote und Sicherungsstreitkräfte).
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| Hümmelchen, Gerhard |
„Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg“ (Hinweise auf Sondergruppen zur Erprobung neuer Einsatzarten).
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Zusammenhang zwischen U-Jagd-Entwicklung und technischer Anpassung der U-Boote).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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