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I. Schiffsstammabteilung der Ostsee: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Am 21.09.1920 wurden alle Landmarinedienststellen der Marinestation der Ostsee dem Befehlshaber der Landstreitkräfte unterstellt. Als Standort des Befehlshabers der Landstreitkräfte und der Schiffsstammdivision der Ostsee wurde Stralsund ausgewählt. Am 24.10.1920 hielt die Schiffsstammdivision der Ostsee offiziell auf dem Dänholm Einzug. Sie bestand aus 3 Infanteriekompanien und 1 Maschinengewehrkompanie.
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! '''I. Schiffsstammabteilung der Ostsee'''
 
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| || colspan="3" | Am 01.03.1922 wurde die Schiffsstammdivision der Ostsee in zwei Abteilungen untergliedert. Der Stab und die I. Abteilung hatten ihren Standort in Kiel. Die II. Abteilung war in Stralsund auf dem Dänholm stationiert.
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| colspan="3" | Die I. Schiffsstammabteilung der Ostsee war eine der ältesten und bedeutendsten Ausbildungseinheiten der Marine. Als erste Anlaufstelle für Rekruten in Kiel bildete sie das personelle Fundament. Neben der infanteristischen Grundausbildung erfolgte hier die erste fachliche Selektion für die spezialisierten Laufbahnen der Kriegsmarine, insbesondere für den Dienst auf Unterseebooten.
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| Standort: || colspan="3" | Wiker Kaserne, Kiel (prestigeträchtiger Standort der deutschen Marinegeschichte).
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| Umbenennung: || colspan="3" | 01.01.1944 in 1. Marine-Ersatz-Abteilung im Zuge einer Reorganisation.
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| Unterstellung: || colspan="3" | 2. Admiral der Ostseestation (später 2. Admiral der Ostsee).
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| Struktur: || colspan="3" | Abteilungsstab (Führung durch Fregattenkapitän/Kapitän z. S.), unterteilt in 4 bis 8 Kompanien zu je 150-250 Mann, gegliedert in Züge und Gruppen.
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| Kriegsende: || colspan="3" | April 1945: Einstellung des Lehrbetriebs und Eingliederung in Marine-Schützen-Bataillone zur Verteidigung Kiels. Mai 1945: Britische Gefangenschaft.
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| || colspan="3" | Am 01.02.1934 wurde die Schiffsstammdivision der Ostsee aufgelöst. Die Kieler Abteilung erhielt die Bezeichnung I. Schiffsstammabteilung der Ostsee.
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! colspan="3" | Aufgaben & Spezialisierung
 
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| || colspan="3" | Sollten sie noch weitere Informationen haben, können sie mich gerne kontaktieren. Auch Internet-Links oder Literaturvorschläge können sie mir gerne zusenden. Vielen Dank !
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| Grundausbildung: || colspan="3" | Infanteristische Schulung (Formaldienst, Waffenausbildung am Karabiner 98k, Geländedienst).
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| Vorauswahl: || colspan="3" | Fachliche Sichtung der Rekruten für Laufbahnen wie Signalgasten, Maschinisten oder die U-Boot-Waffe.
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| Personalreserve: || colspan="3" | Administrativer Sammelpunkt für Soldaten, die auf Kommandierungen zu Fachlehrgängen (z. B. Nachrichten- oder Torpedolehrgang) warteten.
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| Sanitätswesen: || colspan="3" | Durchführung von Tauglichkeitsprüfungen unter Leitung eines Marinearztes.
 
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| Einstiegspunkt: || colspan="3" | Viele spätere U-Boot-Offiziere der frühen Crews begannen hier ihren Dienst unter dem strengen Drill in Kiel-Holtenau.
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| Vorbereitung: || colspan="3" | Vermittlung der militärischen Haltung und Disziplin als notwendige Basis vor der Versetzung zur Baubelehrung (z. B. Typ XXI).
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Rekrutenstammrollen der I. Schiffsstammabteilung Kiel-Holtenau (Einstellungsjahrgänge).
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Akten des OKM zur Ausbildungsorganisation und Kasernierung im Bereich Kiel.
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, systematische Übersicht der Schiffsstammabteilungen).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Bedeutung Kiels als Ausbildungsstandort).
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 13:17 Uhr

Dienststelle I. Schiffsstammabteilung der Ostsee
Die I. Schiffsstammabteilung der Ostsee war eine der ältesten und bedeutendsten Ausbildungseinheiten der Marine. Als erste Anlaufstelle für Rekruten in Kiel bildete sie das personelle Fundament. Neben der infanteristischen Grundausbildung erfolgte hier die erste fachliche Selektion für die spezialisierten Laufbahnen der Kriegsmarine, insbesondere für den Dienst auf Unterseebooten.
Historie & Organisation
Aufstellung: 01.01.1921 als Teil der Schiffsstammdivision der Ostsee (Reichsmarine).
Standort: Wiker Kaserne, Kiel (prestigeträchtiger Standort der deutschen Marinegeschichte).
Umbenennung: 01.01.1944 in 1. Marine-Ersatz-Abteilung im Zuge einer Reorganisation.
Unterstellung: 2. Admiral der Ostseestation (später 2. Admiral der Ostsee).
Struktur: Abteilungsstab (Führung durch Fregattenkapitän/Kapitän z. S.), unterteilt in 4 bis 8 Kompanien zu je 150-250 Mann, gegliedert in Züge und Gruppen.
Kriegsende: April 1945: Einstellung des Lehrbetriebs und Eingliederung in Marine-Schützen-Bataillone zur Verteidigung Kiels. Mai 1945: Britische Gefangenschaft.
Aufgaben & Spezialisierung
Grundausbildung: Infanteristische Schulung (Formaldienst, Waffenausbildung am Karabiner 98k, Geländedienst).
Vorauswahl: Fachliche Sichtung der Rekruten für Laufbahnen wie Signalgasten, Maschinisten oder die U-Boot-Waffe.
Personalreserve: Administrativer Sammelpunkt für Soldaten, die auf Kommandierungen zu Fachlehrgängen (z. B. Nachrichten- oder Torpedolehrgang) warteten.
Sanitätswesen: Durchführung von Tauglichkeitsprüfungen unter Leitung eines Marinearztes.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Einstiegspunkt: Viele spätere U-Boot-Offiziere der frühen Crews begannen hier ihren Dienst unter dem strengen Drill in Kiel-Holtenau.
Personalhistorie: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) als erste militärische Heimat von Seeoffizieren und technischem Personal der Kieler U-Flottillen vermerkt.
Vorbereitung: Vermittlung der militärischen Haltung und Disziplin als notwendige Basis vor der Versetzung zur Baubelehrung (z. B. Typ XXI).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Organisation der Schiffsstammabteilungen der Ostsee (1921–1938).
BArch RM 121 / 642 Rekrutenstammrollen der I. Schiffsstammabteilung Kiel-Holtenau (Einstellungsjahrgänge).
BArch RM 3 / 1024 Akten des OKM zur Ausbildungsorganisation und Kasernierung im Bereich Kiel.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Bodenorganisation der Marinestation der Ostsee).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, systematische Übersicht der Schiffsstammabteilungen).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Bedeutung Kiels als Ausbildungsstandort).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132