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1. Flottillenstammregiment: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das 1. Flottillenstammregiment war ein zentraler Ausbildungs- und Verwaltungsberband der Kriegsmarine im Westraum. Hervorgegangen aus dem Marinestammregiment Beverloo, diente es der personellen Führung und Grundausbildung der unterstellten Marinestammabteilungen in Belgien und den Niederlanden. Das Regiment koordinierte den personellen Nachschub für die Flottillenverbände und stellte die infanteristische sowie seemännische Grundschulung sicher. In der Endphase des Krieges wurde das Personal des Regiments zur Aufstellung von Erdkampfverbänden herangezogen, bevor die Dienststelle Ende 1944 aufgelöst wurde.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Zunächst dem 2. Admiral der Nordsee, ab Januar 1942 dem Admiral der Seebefehlsstellen unterstellt. Dem Regiment gehörten die Marinestammabteilungen 1 bis 3 an.
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| Standort: || colspan="3" | Hauptsitz in Beverloo. Nach Bombenschäden im Mai 1944 Verlegung nach Leuth (Eisden), im September 1944 nach Steenwijk (Over-Ijssel).
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| Marine-Stammabt. 3: || colspan="3" | Ebenfalls in Brügge stationiert; Teil des Ausbildungskaders für die personelle Auffüllung der Sicherungsverbände.
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| colspan="3" | Das Marinestammregiment Beverloo wurde im Mai 1941 aus dem Abteilungsstab der 2. Marinestammabteilung in Beverloo aufgestellt. Das Regiment unterstand dem 2. Admiral der Nordsee, ab Januar 1942 dem Admiral der Seebefehlsstellen. Am 21. Januar 1941 wurde das Regiment in 1. Flottillenstammregiment umbenannt. Ihm wurden die Marine-Stammabteilungen 1 - 3 unterstellt (I. in Beverloo, II.. in Brügge und III. in Brügge). Nachdem der Stab im Mai 1944 in Beverloo ausgebombt wurde, siedelte er nach Leuth bei Eisden über. Im September 1944 wurde er nach Steenwijk in Over-Ijssel verlegt. Im Dezember 1944 wurde das Personal des Regiments an die Marineschützenbrigade Nord und an Alarmeinheiten abgegeben. Das Regiment selbst wurde aufgelöst.
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| Personalreserve: || colspan="3" | Das Regiment verwaltete den personellen Pool, aus dem Hilfspersonal und Sicherungskräfte für die U-Boot-Stützpunkte in den besetzten Westgebieten rekrutiert wurden.
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| BArch RM 16 || colspan="3" | Marinestation der Nordsee: Unterlagen zur administrativen Führung und den Standorten in Belgien und den Niederlanden.
 
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Aktuelle Version vom 2. März 2026, 15:55 Uhr

Verband 1. Flottillenstammregiment
Das 1. Flottillenstammregiment war ein zentraler Ausbildungs- und Verwaltungsberband der Kriegsmarine im Westraum. Hervorgegangen aus dem Marinestammregiment Beverloo, diente es der personellen Führung und Grundausbildung der unterstellten Marinestammabteilungen in Belgien und den Niederlanden. Das Regiment koordinierte den personellen Nachschub für die Flottillenverbände und stellte die infanteristische sowie seemännische Grundschulung sicher. In der Endphase des Krieges wurde das Personal des Regiments zur Aufstellung von Erdkampfverbänden herangezogen, bevor die Dienststelle Ende 1944 aufgelöst wurde.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Im Mai 1941 als Marinestammregiment Beverloo aus dem Stab der 2. Marinestammabteilung formiert. Am 21.01.1941 (historisch im Kontext der Umgliederung 1942 wirksam) in 1. Flottillenstammregiment umbenannt.
Unterstellung: Zunächst dem 2. Admiral der Nordsee, ab Januar 1942 dem Admiral der Seebefehlsstellen unterstellt. Dem Regiment gehörten die Marinestammabteilungen 1 bis 3 an.
Standort: Hauptsitz in Beverloo. Nach Bombenschäden im Mai 1944 Verlegung nach Leuth (Eisden), im September 1944 nach Steenwijk (Over-Ijssel).
Ende 1944: Im Dezember 1944 erfolgte die Abgabe des Personals an die Marineschützenbrigade Nord und diverse Alarmeinheiten; das Regiment wurde daraufhin aufgelöst.
Struktur und Gliederung
Marine-Stammabt. 1: Stationiert in Beverloo; primäre Ausbildungseinheit für den personellen Ersatz der Flottillen im Bereich der Seebefehlsstellen.
Marine-Stammabt. 2: Stationiert in Brügge; zuständig für die fachliche und militärische Vorbereitung der Mannschaften für den Westraum.
Marine-Stammabt. 3: Ebenfalls in Brügge stationiert; Teil des Ausbildungskaders für die personelle Auffüllung der Sicherungsverbände.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personalreserve: Das Regiment verwaltete den personellen Pool, aus dem Hilfspersonal und Sicherungskräfte für die U-Boot-Stützpunkte in den besetzten Westgebieten rekrutiert wurden.
Erdkampf-Einsatz: Die Abgabe des Personals an die Marineschützenbrigaden sicherte die landseitige Verteidigung der Küstenfestungen, in denen sich die strategisch wichtigen U-Boot-Bunker befanden.
Basisausbildung: Vermittlung der militärischen Grundlagen für Marineangehörige, die später in den technischen Werkstätten oder Wachkompanien der U-Boot-Flottillen eingesetzt wurden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Akten über die Aufstellung des Regiments Beverloo und die Umbenennung in 1. Flottillenstammregiment.
BArch RM 16 Marinestation der Nordsee: Unterlagen zur administrativen Führung und den Standorten in Belgien und den Niederlanden.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Stammpersonal und Offizieren im Bereich des Regimentsstabes.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Stamm- und Ersatzwesen: Flottillenstammregimenter).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS“ (Gliederung der Marinestammabteilungen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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