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Beowulf: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| colspan="2" | Das Hilfsminensuchboot Beowulf war ein ehemaliger Fischdampfer, der von der Kriegsmarine für den Sicherungsdienst requiriert wurde. Das Schiff war als M 4222 der 42. Minensuchflottille unterstellt und operierte vornehmlich an der französischen Kanalküste. Seine Hauptaufgaben umfassten das Räumen von Seeminen, den Geleitschutz für Küstentransporte sowie die Vorpostensicherung in den stark gefährdeten Gewässern des Ärmelkanals. Die Beowulf war repräsentativ für die Vielzahl ziviler Schiffe, die zur Verstärkung der Sicherungsstreitkräfte militarisiert wurden und die Hauptlast des küstennahen Minenkrieges trugen.
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| colspan="2" | Das Hilfsminensuchboot Beowulf war ein für militärische Zwecke herangezogener Fischdampfer, der in der Vorkriegszeit (1937–1939) zur Ausbildung von Sperrwaffen-Spezialisten eingesetzt wurde. In der Phase vom 03.06.1937 bis 02.07.1937 diente das Fahrzeug als Kommandantenschule in der Vorpostenflottille. Ab dem 03.07.1937 wurde das Boot fest in den Schulverband der Sperrwaffenschule (Sperrschule) in Kiel integriert. Unter dem Kommando von Heinrich Zimmermann leistete die Beowulf bis zum 09.01.1939 einen wesentlichen Beitrag zur praktischen Ausbildung im Minensuch- und Sperrdienst, bevor sie mit Kriegsbeginn in den aktiven Sicherungsdienst überführt wurde.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Requirierung und Umbau zum Hilfsminensuchboot (V-Boot/M-Boot).
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| 03.06.37 - 02.07.37: || colspan="3" | Kommandantenschule in der Vorpostenflottille.
 
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| Aufgabe: || colspan="3" | Minenräumdienst; Geleitsicherung; Vorposten- und Wachdienst.
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| 03.07.37 - 09.01.39: || colspan="3" | Schulboot im Schulverband der Sperrwaffenschule, Kiel.
 
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| Unterstellung: || colspan="3" | 42. Minensuchflottille; Seekommandant Pas-de-Calais / Normandie.
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| Aufgabe: || colspan="3" | Praktische Minensuchausbildung; Erprobung von Räumgeräten.
 
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| Ende: || colspan="3" | Verbleib nach der Invasion oder Rückzugskämpfen 1944.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Sperrwaffenschule Kiel; Inspektion der Sperrwaffen.
 
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| Typ: || colspan="3" | Requirierter Fischdampfer (Hilfskriegsschiff).
 
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| Kennung: || colspan="3" | M 4222 (innerhalb der 42. Minensuchflottille).
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| Kommandant: || colspan="3" | Heinrich Zimmermann (späterer Kommandant von U 136).
 
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| Bewaffnung: || colspan="3" | Leichte Flak (2-cm oder 3,7-cm) und Minenräumgerät.
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| Standort: || colspan="3" | Kiel (Stützpunkt der Sperrwaffenschule).
 
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Freihalten der Zwangshubwege für ein- und auslaufende U-Boote am Kanal.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Seemännische Ausbildung künftiger U-Boot-Offiziere im Sperrwaffenwesen.
 
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| Begleitschutz: || colspan="3" | Sicherung von U-Booten während der gefährlichen Passage der Küstengewässer.
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| Personal: || colspan="3" | Zimmermann sammelte hier Führungserfahrung für seine spätere U-Boot-Laufbahn.
 
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| Rettung: || colspan="3" | Einsatz als Bergungs- und Sicherungsschiff bei Seenotfällen im Kanalraum.
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Schulung zur Freihaltung der küstennahen Gewässer von Seeminen.
 
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Sicherungsstreitkräfte: Kriegstagebücher der 42. Minensuchflottille.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegang Heinrich Zimmermann (Kdt. Beowulf).
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Kommandanten der Hilfsminensuchboote.
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Marinelehrgänge: Akten über den Schulverband der Sperrschule.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die Minenlage an der französischen Küste.
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| BArch RM 21 || colspan="3" | Inspektion der Sperrwaffen: Akten über die Schulboote der Vorkriegszeit.
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe).
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| Busch / Röll || colspan="3" | „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 1: Die Kommandanten).
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Sicherungskräfte).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Ausbildung).
 
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8).
 
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Aktuelle Version vom 13. März 2026, 12:51 Uhr

Schiffseinheit Hilfsminensuchboot Beowulf
Das Hilfsminensuchboot Beowulf war ein für militärische Zwecke herangezogener Fischdampfer, der in der Vorkriegszeit (1937–1939) zur Ausbildung von Sperrwaffen-Spezialisten eingesetzt wurde. In der Phase vom 03.06.1937 bis 02.07.1937 diente das Fahrzeug als Kommandantenschule in der Vorpostenflottille. Ab dem 03.07.1937 wurde das Boot fest in den Schulverband der Sperrwaffenschule (Sperrschule) in Kiel integriert. Unter dem Kommando von Heinrich Zimmermann leistete die Beowulf bis zum 09.01.1939 einen wesentlichen Beitrag zur praktischen Ausbildung im Minensuch- und Sperrdienst, bevor sie mit Kriegsbeginn in den aktiven Sicherungsdienst überführt wurde.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
03.06.37 - 02.07.37: Kommandantenschule in der Vorpostenflottille.
03.07.37 - 09.01.39: Schulboot im Schulverband der Sperrwaffenschule, Kiel.
Aufgabe: Praktische Minensuchausbildung; Erprobung von Räumgeräten.
Unterstellung: Sperrwaffenschule Kiel; Inspektion der Sperrwaffen.
Spezifische Merkmale
Typ: Requirierter Fischdampfer (Hilfskriegsschiff).
Kommandant: Heinrich Zimmermann (späterer Kommandant von U 136).
Standort: Kiel (Stützpunkt der Sperrwaffenschule).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildung: Seemännische Ausbildung künftiger U-Boot-Offiziere im Sperrwaffenwesen.
Personal: Zimmermann sammelte hier Führungserfahrung für seine spätere U-Boot-Laufbahn.
Wegesicherung: Schulung zur Freihaltung der küstennahen Gewässer von Seeminen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegang Heinrich Zimmermann (Kdt. Beowulf).
BArch RM 121 Marinelehrgänge: Akten über den Schulverband der Sperrschule.
BArch RM 21 Inspektion der Sperrwaffen: Akten über die Schulboote der Vorkriegszeit.
Literaturverweise
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 1: Die Kommandanten).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Ausbildung).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8).
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