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U 75

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 18. März 2026, 12:12 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
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Datenblatt: Unterseeboot U 75
Typ: VII B
Bauauftrag: 02.06.1938
Bauwerft: Bremer Vulkan Werft, Vegesack
Serie: U 73 - U 76
Baunummer: 003
Kiellegung: 15.12.1939
Stapellauf: 18.10.1940
Indienststellung: 19.12.1940
Kommandant: Helmuth Ringelmann
Feldpostnummer: M - 16 800
Kommandanten
19.12.1940 - 28.12.1941 Kapitänleutnant - Helmuth Ringelmann
Flottillen
19.12.1940 - 31.03.1941 Ausbildungsboot - 7. U-Flottille, Kiel
01.04.1941 - 00.10.1941 Frontboot - 7. U-Flottille, Kiel - St. Nazaire
00.10.1941 - 28.12.1941 Frontboot - 23. U-Flottille, Salamis
1. Unternehmung
10.04.1941 - 10.04.1941 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
11.04.1941 - 12.05.1941 Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in St. Nazaire
U 75, unter Kapitänleutnant Helmuth Ringelmann, lief am 10.04.1941 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, und der Geleitaufnahme in Brunsbüttel, operierte das Boot im Nordatlantik und südwestlich von Island. Nach 32 Tagen und zurückgelegten zirka 5.300 sm über und 255 sm unter Wasser, lief U 75 am 12.05.1941 in St. Nazaire ein. U 75 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff 10.146 BRT versenken.
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2. Unternehmung
29.05.1941 - 03.07.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
U 75, unter Kapitänleutnant Helmuth Ringelmann, lief am 29.05.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. U 75 gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boote-Gruppe West. Nach 35 Tagen und zurückgelegten zirka 6.850 sm über und 88 sm unter Wasser, 04.07.1941 wieder in St. Nazaire ein. Nach dieser Unternehmung ging das Boot vom 04.07.1941 - 23.07.1941 in die Werft. U 75 konnte auf dieser Unternehmung 3 Schiffe mit 16.214 BRT versenken.
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3. Unternehmung
29.07.1941 - 25.08.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
U 75, unter Kapitänleutnant Helmuth Ringelmann, lief am 29.07.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und westlich des Nordkanals. U 75 gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Goeben. Nach 27 Tagen und zurückgelegten zirka 5.290 BRT über und 167 sm unter Wasser, lief U 75 am 25.08.1941 wieder in St. Nazaire ein. U 75 konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 9.927 BRT versenken.
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4. Unternehmung
27.09.1941 - 02.11.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Salamis
U 75, unter Kapitänleutnant Helmuth Ringelmann, lief am 27.09.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte, nach dem Durchbruch durch die Straße von Gibraltar am 03.10.1941, im östlichen Mittelmeer. Nach 36 Tagen und zurückgelegten zirka 5.500 sm über und 302 sm unter Wasser, lief U 75 am 02.11.1941 in Salamis ein. Nach dieser Unternehmung ging das Boot vom 30.11.1941 - 05.12.1941 in die Werft nach Piräus. U 75 konnte auf dieser Unternehmung 2 Landungsboote mit 744 ts versenken.
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5. Unternehmung
22.12.1941 - 28.12.1941 Ausgelaufen von Salamis - Verlust des Bootes
U 75, unter Kapitänleutnant Helmuth Ringelmann, lief am 22.12.1941 von Salamis aus. Das Boot operierte im Mittelmeer, vor der Küste von Ägypten und der Cyrenaika. Nach 6 Tagen wurde U 75 von einem britischen Kriegsschiff schwer beschädigt, Selbstversenkt. U 75 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 1.578 BRT versenken.
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Verlustursache
Datum: 28.12.1941
Letzter Kommandant: Helmuth Ringelmann
Ort: Mittelmeer
Position: 31° 50' Nord - 26° 40' Ost
Planquadrat: CO 9238
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 14
Überlebende: 30
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Verlustursache im Detail
U 75 wurde am 28.12.1941 im Mittelmeer vor Marsa Matruh durch Wasserbomben des britischen Zerstörers HMS Kipling (F.91) (Comdr. Aubrey St. Clair-Ford), schwer beschädigt. Anschließend selbst versenkt.
Am 28.12.1941 operierte U 75 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Helmuth Ringelmann im östlichen Mittelmeer vor Marsa Matruh. Das Boot hatte kurz zuvor den britischen Dampfer Volo aus dem Geleitzug ME-8 versenkt, was den britischen Zerstörer HMS Kipling (F.91) unter Commander Aubrey St. Clair-Ford auf den Plan rief. Nach einer zweieinhalbstündigen Jagd und insgesamt neun koordinierten Wasserbomben-Serien wurde U 75 schwer beschädigt und zum Auftauchen gezwungen. Da das Boot manövrierunfähig war und unter schwerem Artilleriefeuer des Zerstörers lag, befahl Kapitänleutnant Ringelmann die Selbstversenkung durch das Öffnen der Flutventile, um eine Kaperung zu verhindern. Während der Kommandant und 13 weitere Besatzungsmitglieder bei der Versenkung ums Leben kamen, konnten 30 Überlebende von der HMS Kipling geborgen werden und gerieten in britische Kriegsgefangenschaft. Dieser Erfolg der 14. Zerstörer-Flottille schwächte die deutsche U-Boot-Präsenz vor der nordafrikanischen Küste in einer kritischen Phase der Nachschubkämpfe erheblich.
Busch/Röll schreiben dazu:
Zitat: Am 28.12.42 im Mittelmeer vor Marsa Matruh nach mehrstündiger Wasserbombenverfolgung durch den britischen Zerstörer KIPLING versenkt. Zitat Ende.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 40.
Clay Blair schreibt dazu:
Zitat: [...] Bei dem Versuch zwei Geleitfahrzeuge im östlichen Mittelmeer anzugreifen, fielen noch im Dezember zwei weitere U-Boote den britischen Geleitfahrzeugen zum Opfer. [...] Am 28. Dezember belegte der Zerstörer Kipling Helmut Ringelmann in U 75 mit Wasserbomben und zwang ihn zur Selbstversenkung. Ringelmann und 18 andere U-Boot-Fahrer kamen dabei um Leben; 25 Deutsche wurden von dem Zerstörer aus dem Wasser gefischt. Zitat Ende.
Aus Clay Blair - Band 1 - Die Jäger - S. 477.
Deutsche Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Britische Quellenverweise - | TNA Online-Recherche
TNA ADM 199 War History Cases and Diaries: Die zentrale Serie für Kriegstagebücher. Enthält Berichte über U-Boot-Jagd-Gruppen und Flottilleneinsätze gegen deutsche U-Boote.
TNA ADM 1 Admiralty Correspondence: Enthält detaillierte Gefechtsberichte, Korrespondenz zu Versenkungen und interne Bewertungen der Admiralität.
TNA ADM 237 War of 1939-1945: Naval Staff Papers: Zusammenfassungen von Operationen und statistische Auswertungen über versenkte deutsche U-Boote.
TNA ADM 186 Admiralty Publications: Enthält die "Monthly Anti-Submarine Reports" – monatliche britische Analysen aller U-Boot-Kontakte und Versenkungserfolge.
US-Quellenverweise - | NARA Online-Recherche
NARA RG 38 Records of the Office of the Chief of Naval Operations: Die wichtigste Sammlung. Enthält "Action Reports" (Gefechtsberichte) von US-Schiffen und Flugzeugen über Angriffe auf U-Boote.
NARA RG 80 General Records of the Department of the Navy: Beinhaltet administrative Unterlagen und Berichte über die strategische U-Boot-Abwehr im Atlantik.
NARA RG 45 Naval Records Collection: Enthält historische Aufzeichnungen und Logbücher, die oft bis in die Details einzelner Versenkungen zurückgehen.
NARA RG 165 Military Intelligence Division (MID): Beinhaltet die US-Verhörprotokolle von gefangenen deutschen U-Boot-Besatzungen (Post-Sink-Interrogations).
Literaturverweise
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 477. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 194. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 36, 37, 220. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 40. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 68. → Amazon
Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 40, 279. → Amazon
Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 51 - U 99" - Eigenverlag - S. 247 - 254. → Amazon
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