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U-Schule

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Verband U-Bootschule (1. Unterseebootschule)
Die U-Bootschule war die zentrale Ausbildungseinrichtung der Kriegsmarine, die am 01.10.1933 unter dem Tarnnamen „U-Abwehrschule“ in Kiel-Wik gegründet wurde. Mit der offiziellen Umbenennung am 21.05.1935 übernahm sie die technische und taktische Schulung der ersten Besatzungen auf den Booten U 1 bis U 6. Nach der Verlegung nach Neustadt (1937) und der späteren Transformation zur 1. U-Lehrdivision (1940) bildete sie das personelle Rückgrat der U-Boot-Waffe. Die Schule koordinierte sowohl die seemännische als auch die technische Ausbildung und steuerte den unterstellten Schulverband, bevor die Einheiten im Zuge des Krieges nach Pillau und schließlich Hamburg-Finkenwerder verlegt wurden.
Historischer Werdegang & Standorte
Tarnphase (1933–1935): Aufstellung als „U-Abwehrschule“ in Kiel-Wik unter der Inspektion des Torpedowesens zur geheimen Kaderbildung für die künftige U-Boot-Waffe.
Neustadt (1937–1940): Verlegung nach Neustadt in Holstein am 11.05.1937; Teilung des Schulverbandes in eine U-Bootschulflottille (Taktik) und einen U-Abwehrverband (Eigenausbildung).
Pillau (1940–1944): Umbenennung in 1. U-Lehrdivision am 13.06.1940 und Verlegung nach Pillau; Zuweisung des Wohnschiffes „Robert Ley“ und des Werkstattschiffes „Kamerun“.
Endphase (1944–1945): Juni 1944: Verlegung der Division und der 21. U-Flottille nach Hamburg-Finkenwerder; endgültige Auflösung des Verbandes im März 1945.
Organisation & Struktur
Abteilungen: Gliederung in Abteilung I (seemännisches Personal) und Abteilung II (technisches Personal) zur spezialisierten Laufbahnausbildung.
Unterstellung: Ursprünglich Torpedoinspektion; ab Februar 1940 direkte Unterstellung unter die Organisationsabteilung des B.d.U. zur frontnahen Steuerung.
Schulboote: Kernbestand bildeten die Boote U 1, U 2, U 3, U 4, U 5 und U 6 im Rahmen des schuleigenen Schulverbandes.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 U-Boots-Lehrdivisionen: Kernbestand für die Gründungsakte der U-Abwehrschule, Lehrgangspläne und die Umbenennungsbefehle zur 1. U.L.D.
BArch RM 20 Marineschulen: Dokumentiert die infrastrukturelle Entwicklung am Standort Neustadt und die Zusammenarbeit mit der Torpedoinspektion.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für die Stammbesatzungen und Ausbilder, die den Aufbau der Schule ab 1933 aktiv gestalteten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Ersatzwesen: Die Geschichte der Unterseebootsschulen und Lehrdivisionen).
Rössler, Eberhard „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Details zur technischen Schulung und der Rolle der ersten Typ-II-Boote an der U-Schule).
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939-1945“ (Band 2: Der U-Boot-Bau; Kontext zur Indienststellung der Schulflottillen und deren personeller Besetzung).
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