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U 74

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Version vom 18. März 2026, 12:06 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
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Datenblatt: Unterseeboot U 74
Typ: VII B
Bauauftrag: 02.06.1938
Bauwerft: Bremer Vulkan Werft, Vegesack
Serie: U 73 - U 76
Baunummer: 002
Kiellegung: 05.11.1939
Stapellauf: 31.08.1940
Indienststellung: 31.10.1940
Kommandant: Eitel-Friedrich Kentrat
Feldpostnummer: M - 14 151
Kommandanten
31.10.1940 - 23.03.1942 Kapitänleutnant - Eitel-Friedrich Kentrat
24.03.1942 - 02.05.1942 Oberleutnant zur See - Karl Friederich
Flottillen
31.10.1940 - 31.01.1941 Ausbildungsboot - 7. U-Flottille, Kiel
01.02.1941 - 30.11.1941 Frontboot - 7. U-Flottille, Kiel - St. Nazaire
01.12.1941 - 02.05.1942 Frontboot - 29. U-Flottille, La Spezia
Verlegungsfahrt
22.02.1941 - 23.02.1941 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Helgoland
24.02.1941 - 27.02.1941 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Bergen
U 74, unter Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat, lief am 22.02.1941 von Kiel aus. Das Boot verlegte, nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Helgoland, und von dort nach Bergen. Am 27.02.1941 lief U 74 in Bergen ein, Dort Erfolgte die abschließende Einzelausbildung sowie die Ergänzung der Ausrüstung.
1. Unternehmung
05.03.1941 - 11.04.1941 Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in St. Nazaire
U 74, unter Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat, lief am 05.03.1941 von Bergen aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, nordwestlich des Nordkanals und westlich von Irland. Nach 37 Tagen und zurückgelegten zirka 5.400 sm über und 193 sm unter Wasser, lief U 74 am 11.04.1941 in St. Nazaire ein. U 74 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 4.274 BRT versenken und 3 Schiffe mit 17.223 BRT beschädigen.
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2. Unternehmung
08.05.1941 - 30.05.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Lorient
U 74, unter Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat, lief am 08.05.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, südöstlich von Kap Farewell und der westlichen Biskaya. U 74 gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe West. Das Boot rettete auf dieser Fahrt 3 Überlebende (Georg Herzog, Otto Höntzsch und Herbert Manthey) des gesunkenen Schlachtschiffes Bismarck. Nach 22 Tagen und zurückgelegten zirka 5.000 sm über und 140 sm unter Wasser, lief U 74 am 30.05.1941 in Lorient ein. U 74 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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3. Unternehmung
05.07.1941 - 12.08.1941 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire
U 74, unter Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat, lief am 05.07.1941 von Lorient aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und westlich von Spanien. Nach 38 Tagen und zurückgelegten zirka 6.200 sm über und 211 sm unter Wasser, lief U 74 am 12.08.1941 in St. Nazaire ein. U 74 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 4.922 BRT versenken.
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4. Unternehmung
08.09.1941 - 26.09.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
U 74, unter Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat, lief am 08.09.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und südöstlich von Kap Farewell. U 74 gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Brandenburg. Nach 18 Tagen und zurückgelegten zirka 3.700 sm über und 62 sm unter Wasser, lief U 74 am 26.09.1941 wieder in St. Nazaire ein. Nach dem Einlaufen nahm U 74, am 20.10.1941, an Wasserbomben-Versuchen in der Biskaya teil. U 74 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 6.966 BRT und 1 Korvette mit 925 ts versenken.
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5. Unternehmung
22.10.1941 - 12.11.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire
U 74, unter Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat, lief am 22.10.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und vor Neufundland. U 74 gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Raubritter. Nach 21 Tagen und zurückgelegten zirka 5.000 sm über und 67 sm unter Wasser, lief U 74 am 12.11.1941 wieder in St. Nazaire ein. U 74 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 8.532 BRT versenken.
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6. Unternehmung
09.12.1941 - 20.12.1941 Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in Messina
21.12.1941 - 24.12.1941 Ausgelaufen von Messina - Eingelaufen in Messina
27.12.1941 - 06.01.1942 Ausgelaufen von Messina - Eingelaufen in Messina
06.01.1942 - 08.01.1942 Ausgelaufen von Messina - Eingelaufen in La Spezia
U 74, unter Kapitänleutnant Eitel-Friedrich Kentrat, lief am 09.12.1941 von St. Nazaire aus. Das Boot operierte vor Gibraltar. Nach dem Durchbruch durch die Straße von Gibraltar, am 16.12.1941, operierte das Boot im westlichen Mittelmeer, vor der Küste Ägyptens und der Cyrenaika. Am 24.12.1941 lief U 74, wegen Schäden an der Abgasklappe und der Kupplung, Messina an. Nach der Reparatur, wurde die Fahrt fortgesetzt. Nach 30 Tagen, lief U 74 am 08.01.1942 in La Spezia ein. U 74 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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7. Unternehmung
23.04.1942 - 02.05.1942 Ausgelaufen von La Spezia - Verlust des Bootes
U 74, unter Oberleutnant zur See Karl Friederich, lief am 23.04.1942 von La Spezia aus. Das Boot operierte im westlichen Mittelmeer östlich von Cartagena. Nach 9 Tagen wurde U 74 von britischen Kriegsschiffen versenkt. U 74 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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Verlustursache
Datum: 02.05.1942
Letzter Kommandant: Karl Friederich
Ort: Mittelmeer
Position: 37° 12' Nord - 00° 01' Ost
Planquadrat: CH 8129
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 47
Überlebende: 0
Klick hier → Besatzungsliste U 74 Klick hier → Versenkungserfolge U 74
Verlustursache im Detail
U 74 wurde am 02.05.1942, im Mittelmeer östlich von Cartagena, durch Wasserbomben der britischen Zerstörer HMS Wishart (D.67) (Comdr. Humphrey-Gilbert Scott) und HMS Wrestler (D.35) (Lt. Reginald-William Lacon) versenkt.
Am 02.05.1942 operierte U 74 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Karl-Friedrich Merten im westlichen Mittelmeer südöstlich von Cartagena. Das Boot wurde am frühen Morgen zunächst durch ein britisches Flugzeug des Typs Hudson der RAF-Staffel 233 lokalisiert und durch Bombenwürfe zum Tauchen gezwungen. Die Fliegerführung leitete daraufhin die Zerstörer HMS Wishart und HMS Wrestler der 13. Zerstörer-Flottille aus Gibraltar an die Position heran. Ab 11:25 Uhr begannen die britischen Einheiten eine systematische Asdic-Suche. Um 15:44 Uhr gelang es der HMS Wishart unter Commander Scott, einen präzisen Kontakt zu fixieren. In den folgenden Stunden führten beide Zerstörer insgesamt fünf koordinierte Wasserbomben-Angriffe durch. Gegen 18:30 Uhr wurde U 74 durch die schweren Detonationen in großer Tiefe zerstört, woraufhin massive Luftblasen und ein ausgedehnter Ölteppich an der Oberfläche die Versenkung bestätigten. Dieser Erfolg demonstrierte die hocheffektive Zusammenarbeit zwischen britischer Luftaufklärung und Überwasser-Sicherungsstreitkräften bei der Jagd auf deutsche U-Boote im engmaschig überwachten Mittelmeerraum.
Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung wurde von Axel Niestlé im August 2004 geändert. Der Luftangriff durch die Consolidated PBY Catalina C der RAF Squadron 202 und die Wasserbombenjagd durch die Zerstörer HMS Wishart und HMS Wrestler ab 22:30 Uhr am 02.05.1942 richteten sich tatsächlich gegen U 375, das keinen Schaden erlitt. Folglich muss U 74 durch die Angriffe der beiden Zerstörer am Nachmittag des 02.05.1942 versenkt worden sein. (Dr. Axel Niestlé - S. 215)
Deutsche Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Britische Quellenverweise - | TNA Online-Recherche
TNA ADM 199 War History Cases and Diaries: Die zentrale Serie für Kriegstagebücher. Enthält Berichte über U-Boot-Jagd-Gruppen und Flottilleneinsätze gegen deutsche U-Boote.
TNA ADM 1 Admiralty Correspondence: Enthält detaillierte Gefechtsberichte, Korrespondenz zu Versenkungen und interne Bewertungen der Admiralität.
TNA ADM 237 War of 1939-1945: Naval Staff Papers: Zusammenfassungen von Operationen und statistische Auswertungen über versenkte deutsche U-Boote.
TNA ADM 186 Admiralty Publications: Enthält die "Monthly Anti-Submarine Reports" – monatliche britische Analysen aller U-Boot-Kontakte und Versenkungserfolge.
US-Quellenverweise - | NARA Online-Recherche
NARA RG 38 Records of the Office of the Chief of Naval Operations: Die wichtigste Sammlung. Enthält "Action Reports" (Gefechtsberichte) von US-Schiffen und Flugzeugen über Angriffe auf U-Boote.
NARA RG 80 General Records of the Department of the Navy: Beinhaltet administrative Unterlagen und Berichte über die strategische U-Boot-Abwehr im Atlantik.
NARA RG 45 Naval Records Collection: Enthält historische Aufzeichnungen und Logbücher, die oft bis in die Details einzelner Versenkungen zurückgehen.
NARA RG 165 Military Intelligence Division (MID): Beinhaltet die US-Verhörprotokolle von gefangenen deutschen U-Boot-Besatzungen (Post-Sink-Interrogations).
Literaturverweise
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 750. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 73, 122. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 34, 220. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 49. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 67. → Amazon
Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 40, 215, 273, 278. → Amazon
Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 51 - U 99" - Eigenverlag - S. 239 - 246. → Amazon
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