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| Datenblatt:
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Unterseeboot U 17
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| U 17 war ein Boot vom Typ II B der deutschen Kriegsmarine. Dieser Typ war eine verbesserte Weiterentwicklung des Typs II A und wurde aufgrund seiner geringen Größe und der beengten Platzverhältnisse von den Besatzungen auch als „Einbaum“ bezeichnet. Im Vergleich zum Vorgänger war der Rumpf des Typs II B um ca. 1,80 Meter verlängert, was den Einbau größerer Treibstoffbunker ermöglichte und die Reichweite auf rund 3.100 Seemeilen fast verdoppelte. Bei Kriegsbeginn gehörte das Boot zur U-Flottille Weddigen in Kiel und absolvierte insgesamt 4 Unternehmungen, wobei sich die Einsatzgebiete auf die Nordsee, das Skagerrak sowie die britische Ostküste konzentrierten. Während dieser Feindfahrten gelang dem Boot die Versenkung von insgesamt 3 Handelsschiffen mit einer Gesamttonnage von 1.825 BRT. Ab November 1939 wechselte das Boot zur 1. U-Ausbildungsflottille nach Danzig, wobei es im April 1940 im Rahmen des Unternehmens Weserübung wobei das Boot in der Nordsee sowie vor Bergen und Stavanger sowie östlich der Shetland Inseln nochmals als Frontboot operierte. Nach dem Abschluss dieser Operationen diente U 17 ab Mai 1940 als Schulboot bei der U-Bootabwehrschule in Gotenhafen, bevor es ab März 1943 zur 22. U-Flottille nach Gotenhafen und schließlich nach Wilhelmshaven kam. Das Schicksal des Bootes endete am 05.05.1945 in Wilhelmshaven. Im Rahmen der Aktion Regenbogen wurde das bereits am 06.02.1945 außer Dienst gestellte Boot von der eigenen Besatzung im Westkammer-Schleusenbecken der IV. Einfahrt gesprengt und versenkt. Das Wrack wurde nach dem Krieg in den Jahren 1945 bis 1946 gehoben und verschrottet.
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| Allgemeines
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| Typ: |
II B
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| Bauauftrag: |
02.02.1935
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| Bauwerft: |
Krupp Germaniawerft, Kiel
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| Baunummer: |
547
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| Serie: |
U 17 - U 24
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| Kiellegung: |
01.08.1935
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| Stapellauf: |
14.11.1935
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| Indienststellung: |
03.12.1935
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| Kommandant: |
Werner Fresdorf
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| Feldpostnummer: |
M - 25 322
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| Kommandanten
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| 03.12.1935 - 01.11.1937 |
Kapitänleutnant - Werner Fresdorf
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| 02.11.1937 - 11.09.1939 |
Kapitänleutnant - Heinz von Reiche
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| 11.09.1939 - 17.10.1939 |
Kapitänleutnant - Harald Jeppener-Haltenhoff
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| 18.10.1939 - 05.01.1940 |
Kapitänleutnant - Wolf-Harro Stiebler i.V.
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| 06.01.1940 - 07.07.1940 |
Kapitänleutnant - Udo Behrens
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| 08.07.1940 - 04.01.1941 |
Oberleutnant zur See - Herwig Collmann
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| 05.01.1941 - 15.10.1941 |
Kapitänleutnant - Wolfgang Schultze
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| 02.10.1941 - 14.10.1941 |
Leutnant zur See - Otto Wollschläger i.V.
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| 16.10.1941 - 31.05.1942 |
Oberleutnant zur See - Ernst Heydemann
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| 01.06.1942 - 22.02.1943 |
Leutnant zur See - Walter Sitek
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| 23.02.1943 - 25.05.1944 |
Oberleutnant zur See - Karl-Heinz Schmidt
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| 26.05.1944 - 21.12.1944 |
Oberleutnant zur See - Hans-Jürgen Bartsch
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| 22.12.1944 - 06.02.1945 |
Oberleutnant zur See - Friedrich Baumgärtel
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| Flottillen
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| 00.12.1935 - 00.08.1939 |
Einsatzboot - U-Flottille Weddigen, Kiel
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| 01.09.1939 - 31.10.1939 |
Frontboot - U-Flottille Weddigen, Kiel
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| 01.11.1939 - 31.12.1939 |
Ausbildungsboot - 1. U-Ausbildungsflottille, Danzig
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| 01.01.1940 - 30.04.1940 |
Frontboot - 1. U-Ausbildungsflottille, Danzig
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| 01.05.1940 - 28.02.1943 |
Schulboot - U-Bootabwehrschule, Gotenhafen
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| 01.03.1943 - 08.05.1945 |
Schulboot - 22. U-Flottille, Gotenhafen - Wilhelmshaven
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| Vorkriegsunternehmung
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| 25.08.1939 - 30.08.1939 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
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| U 17, unter Kapitänleutnant Heinz von Reiche, lief am 25.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot beobachtete, vor der niederländischen Küste, den Dampferverkehr. Nach 5 Tagen, lief U 17 am 30.08.1939 wieder in Wilhelmshaven ein.
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| Klick hier → Original KTB für die Vorkriegsunternehmung
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| 1. Unternehmung
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| 31.08.1939 - 08.09.1939 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
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| U 17, unter Kapitänleutnant Heinz von Reiche, lief am 31.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot legte 9 Minen östlich von South Foreland. Nach 8 Tagen, lief U 17 am 08.09.1939 wieder in Wilhelmshaven ein. U 17 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 210 BRT versenken. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
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| Klick hier → Original KTB für die 1. Unternehmung
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| Verlegungsfahrt
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| 09.09.1939 - 10.09.1939 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
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| U 17, unter Kapitänleutnant Heinz von Reiche, lief am 09.09.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte nach Kiel. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, lief U 17 am 10.09.1939 in Kiel ein. Nach dieser Verlegungsfahrt wurde der Kommandant abgelöst, der B.d.U. befand ihn für "nicht mehr geeignet".
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| 2. Unternehmung
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| 29.01.1940 - 30.01.1940 |
Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Helgoland
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| 30.01.1940 - 10.02.1940 |
Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven
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| U 17, unter Kapitänleutnant Udo Behrens, lief am 29.01.1940 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, und der Abgabe des Eisschutz in Helgoland, operierte das Boot in der mittleren Nordsee sowie vor den Shetland Inseln. Nach 12 Tagen und zurückgelegten zirka 1.200 sm über und 166 sm unter Wasser, lief U 17 am 10.02.1940 in Wilhelmshaven ein. Nach dieser Unternehmung, verholte das Boot, vom 11.02.1940 - 29.02.1940, zu Instandsetzungsarbeiten in die Werft/Wilhelmshaven. U 17 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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| Klick hier → Original KTB für die 2. Unternehmung
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| 3. Unternehmung
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| 29.02.1940 - 07.03.1940 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
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| U 17, unter Kapitänleutnant Udo Behrens, lief am 29.02.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee bei Cross Sand. Nach 7 Tagen und zurückgelegten zirka 800 sm über und 133 sm unter Wasser, lief U 17 am 07.03.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. U 17 konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 1.615 BRT versenken. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
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| Klick hier → Original KTB für die 3. Unternehmung
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| Verlegungsfahrt
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| 27.03.1940 - 27.03.1940 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
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| U 17, unter Kapitänleutnant Udo Behrens, lief am 27.03.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte, durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Kiel. Am 27.03.1940 lief U 17 in Kiel ein. Hier wurde das Boot zur Ausbildung von Leitenden Ingenieuren eingesetzt.
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| Verlegungsfahrt
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| 05.04.1940 - 06.04.1940 |
Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
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| U 17, unter Kapitänleutnant Udo Behrens, lief am 05.04.1940 von Kiel aus. Das Boot verlegte, nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Wilhelmshaven. Am 06.04.1940 lief U 17 in Wilhelmshaven ein. Dort lag das Boot in Bereitschaft für das Unternehmen Weserübung.
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| 4. Unternehmung
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| 13.04.1940 - 02.05.1940 |
Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
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| U 17, unter Kapitänleutnant Udo Behrens, lief am 13.04.1940, zum Unternehmen Weserübung, von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der Nordsee sowie vor Bergen und Stavanger sowie östlich der Shetland Inseln. Auf dieser Fahrt wurde die Besatzung eines notgewasserten deutschen Flugzeuges gerettet. Nach 19 Tagen und zurückgelegten zirka 1.242 sm über und 425 sm unter Wasser, lief U 17 am 02.05.1940 in Kiel ein. Das Boot verholte nach der Fahrt, vom 03.05.1940 - 20.05.1940, zu Instandsetzungsarbeiten in die Werft. U 17 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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| Klick hier → Original KTB für die 4. Unternehmung
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| Verlegungsfahrt
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| 28.01.1945 - 04.02.1945 |
Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Kiel
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| U 17, unter Oberleutnant zur See Friedrich Baumgärtel, lief am 28.01.1945 von Gotenhafen aus. Das Boot verlegte, bei der Räumung des U-Stützpunktes, mit der Weichsel und 29 anderen U-Booten, nach Kiel. Am 04.02.1945 lief U 17 in Kiel ein. Später verlegte das Boot nach Wilhelmshaven. Es hatte auf dieser Fahrt 20 Flüchtlinge (Angehörige der Besatzung) an Bord.
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| Verlustursache
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| Datum: |
05.05.1945
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| Letzter Kommandant: |
Friedrich Baumgärtel
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| Ort: |
Wilhelmshaven
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| Position: |
53° 31' Nord - 08° 10' Ost
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| Planquadrat: |
AN 9815
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| Verlust durch: |
Selbstversenkung
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| Tote: |
0
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| Überlebende: |
-
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| Klick hier → Besatzungsliste U 17
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| Verlustursache im Detail
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| U 17 wurde am 05.05.1945 in Wilhelmshaven/Raederschleuse, in der IV. Einfahrt /Westkammer, mit 22 weiteren Booten bei der Aktion Regenbogen selbst versenkt. Die Boote wurden zwischen dem 10.10.1945 und dem 25.10.1945 von den Briten mit geballten Ladungen gesprengt und später verschrottet. U 17 wurde bereits am 06.02.1945 in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt. U 17 konnte auf 4 Unternehmungen 3 Schiffe mit 1.825 BRT versenken.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 98 |
Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
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| BArch RM 87 |
Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
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| BArch RM 20 |
Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
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| BArch RM 210 |
Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
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| Literaturverweise
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| Rainer Busch/Hans-Joachim Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 16, 23, 24, 194. | → Amazon
|
| Rainer Busch/Hans-Joachim Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 17, 23, 190. | → Amazon
|
| Rainer Busch/Hans-Joachim Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 358. | → Amazon
|
| Rainer Busch/Hans-Joachim Röll |
"Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 18. | → Amazon
|
| Axel Niestlé |
"German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 32. | → Amazon
|
| Herbert Ritschel |
"Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 55-57. | → Amazon
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|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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