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Ulrich Folkers

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Datenblatt: Ulrich Johann Hermann Folkers
Geburtsdatum: 06.03.1915
Geburtsort: Kiel
Geburtsort Lage - Damals: Stadtkreis Kiel - Regierungsbezirk Schleswig - Preußische Provinz Schleswig-Holstein
Geburtsort Lage - Heute: Kreisfreie Stadt - Landeshauptstadt - Bundesland Schleswig-Holstein
Todesdatum: 06.05.1943 (28 Jahre)
Todesort: Nordatlantik östlich von Neufundland
Position: 52°30' Nord - 45°20' West
Todesursache: Verlust seines Bootes U 125
Dienstgrade
26.09.1934 Seekadett (Ernennung)
01.10.1934 Obermatrose
01.01.1935 Oberstabsmatrose
01.07.1935 Fähnrich zur See
01.01.1937 Oberfähnrich zur See
01.04.1937 Leutnant zur See mit Rangdienstalter vom 01.04.1937 (-61-)
01.04.1939 Oberleutnant zur See mit Rangdienstalter vom 01.04.1939 (-60-)
01.11.1941 Kapitänleutnant mit Rangdienstalter vom 01.11.1941 (-13-)
Orden und Auszeichnungen
01.11.1936 Bulgarischer Orden für militärische Verdienste IV. Klasse mit Krone
08.04.1938 Dienstauszeichnung IV. Klasse
15.01.1940 Eiserne Kreuz 2. Klasse
19.10.1940 Zerstörerkriegsabzeichen
26.03.1941 U-Bootskriegsabzeichen 1939
13.06.1942 Eiserne Kreuz 1. Klasse
27.03.1943 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
Militärischer Werdegang
08.04.1934 Eintritt in die Reichsmarine als Seeoffiziersanwärter. Crew 34.
08.04.1934 - 14.06.1934 Infanteristische Grundausbildung bei der II. Schiffsstammabteilung der Ostsee, Stralsund.
15.06.1934 - 26.09.1934 Bordausbildung auf dem Segelschulschiff Gorch Fock.
27.09.1934 - 26.06.1935 Bordausbildung auf dem Leichten Kreuzer Emden.
27.06.1935 - 30.03.1936 Hauptlehrgang für Fähnriche mit anschließender Offiziershauptprüfung an der Marineschule Flensburg-Mürwik.
09.10.1935 - 15.10.1935 - Navigationsbelehrungsfahrt auf dem Tender Nordsee.
27.01.1936 - 01.02.1936 - Navigationsbelehrungsfahrt auf dem Tender Hecht.
31.03.1936 - 02.06.1936 Artillerielehrgang für Fähnriche an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik.
03.06.1936 - 21.07.1936 Torpedolehrgang für Fähnriche an der Torpedoschule, Flensburg-Mürwik.
22.07.1936 - 11.08.1936 Nachrichtenlehrgang für Fähnriche an der Nachrichtenschule, Flensburg-Mürwik.
12.08.1936 - 01.09.1936 Sperrlehrgang für Fähnriche an der Sperrschule, Kiel-Wik.
01.09.1936 - 29.09.1936 Zugführerlehrgang bei der II. Schiffsstammabteilung der Ostsee, Stralsund
30.09.1936 - 25.07.1937 Auf dem Bordausbildung auf dem Leichter Kreuzer Emden.
26.07.1937 - 04.09.1937 E-Meßlehrgang für Offiziere an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik.
05.09.1937 - 15.05.1938 Auf dem Bordausbildung auf dem Leichter Kreuzer Emden.
16.05.1938 - 05.10.1938 E-Meßlehrgang für Offiziere an der Schiffsartillerieschule, Saßnitz.
06.10.1938 - 23.11.1939 Nicht ermittelt.
24.11.1939 - 28.04.1940 Wachoffizier auf dem Zerstörer Z 8 Bruno Heinemann.
29.04.1940 - 02.06.1940 Torpedolehrgang für U-Wachoffiziere an der Torpedoschule, Flensburg-Mürwik.
03.06.1940 - 30.06.1940 Nachrichtenlehrgang für U-Wachoffiziere an der Nachrichtenschule, Flensburg-Mürwik.
01.07.1940 - 28.07.1940 Artillerielehrgang für U-Wachoffiziere an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik.
29.07.1940 - 06.11.1940 U-Wachoffizierslehrgang bei der 1. U-Lehrdivision, Pillau.
07.11.1940 - 07.11.1940 Zur Verfügung des Befehlshabers der U-Boote.
08.11.1940 - 25.11.1940 Wachoffizier auf Torpedoboot Panther in der 7. Torpedobootsflottille.
26.11.1940 - 18.12.1940 Wachoffizier in der 27. U-Flottille, Gotenhafen.
19.12.1940 - 14.01.1941 Wachoffizier in der 2. U-Flottille, Lorient.
15.01.1941 - 18.02.1941 Zusatz-Wachoffizier auf U 37 (IX A) unter Asmus-Nicolai Clausen. 1 Unternehmung:
30.01.1941 - 18.02.1941 - Nordatlantik, südwestlich Kap Vincent. 3 Schiffe ↓ 4.781 BRT.
19.02.1941 - 28.03.1941 I. Wachoffizier auf U 37 (IX A) unter Asmus-Nicolai Clausen. 1 Unternehmung:
27.02.1941 - 22.03.1941 - Nordatlantik, nordwestlich des Nordkanals. 2 Schiffe ↓ 3.141 BRT.
30.03.1941 - 27.04.1941 Kommandanten-Lehrgang. Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille, Memel.
28.04.1941 - 03.05.1941 Ausbildungsoffizier in der 26. U-Flottille, Pillau.
03.05.1941 - 31.10.1941 Kommandant von U 37 (IX A) - (Schulboot).
01.11.1941 - 06.05.1943 Kommandant von U 125 (IX C). 5 Unternehmungen:
18.12.1941 - 23.02.1942 - Nordatlantik, Ostküste der USA (Operation Paukenschlag).
04.04.1942 - 13.06.1942 - Nordatlantik, Karibik. 9 Schiffe ↓ 47.055 BRT.
27.07.1942 - 06.11.1942 - Mittelatlantik, vor Westafrika, der Niger-Mündung, vor Freetown. 6 Schiffe ↓ 25.415 BRT.
09.12.1942 - 19.02.1943 - Mittelatlantik, südlich der Azorischen Inseln.
13.04.1943 - 06.05.1943 - Nordatlantik, südlich Grönland, östlich Neufundland. 1 Schiff ↓ 4.737 BRT.
06.05.1943 Beim Verlust seines Bootes U 125, im Nordatlantik östlich von Neufundland, ums Leben gekommen.
Das Boot wurde durch Rammstoß und Artillerie des britischen Zerstörers HMS Oribi (G.66) (Lt.Comdr. John-Charles-Anthony Ingram) und der britischen Korvette HMS Snowflake (K.211) (Lt. Harold-Greeves Chesterman) schwer beschädigt, selbst versenkt. Die Besatzung von U 125 befand sich nun im Wasser und wartete auf Rettung. Zu diesem Zeitpunkt erreichte eine weitere Korvette die HMS Sunflower (K.41) (Lt.Comdr. James Plomer) den Ort des geschehens. Der Kommandant der Sunflower funkte einen Lagebericht zum Geleitschutzkommandant. Daraufhin erhielt der Kommandant eine schockierende Nachricht, die folgendermaßen lautete: Not approved to pick up survivors - zu Deutsch - Es wird nicht genehmigt Überlebende an Bord zu nehmen. (Totalverlust, 54 Tote).
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Die Personalakten-Sammlung. Dies ist die Quelle für einzelne Personen. Hier liegen die Akten alphabetisch geordnet. Jede Ernennung zum Kommandanten, basiert rechtlich auf einem Dokument in diesem Bestand.
BArch RM 7 / 843 ff. Stellenbesetzungslisten. In den Akten der Seekriegsleitung (Skl) wurden regelmäßig Listen geführt, welcher Offizier auf welcher Position (Kommandant, I. W.O., L.I.) saß. Dies diente der personellen Übersicht für den B.d.U.
BArch RHD 18 Neben den Akten gibt es die gedruckten Ranglisten der Deutschen Kriegsmarine (Bestand BArch RHD 18). Hier sind die Offiziere nach ihren Crews und ihrem Dienstalter sortiert. Dies ist die beste Quelle, um das Beförderungsdatum zu verifizieren.
Literaturverweise
Rainer Busch/Hans Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 68. | → Amazon
Rainer Busch/Hans Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe" - Mittler Verlag 2003 - S. 338. | → Amazon
Walter Peer Fellgiebel Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945" - Podzun-Pallas Verlag 1988 - S. 184. | → Amazon
Walter Lohmann/Hans H. Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - Podzun Verlag 1956 - Band 3 - Abschnitt 291 - S. 78. | → Amazon
Dr. Erich Uetrecht "Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches" - Verlag Leipzig u. Wien Bibliographisches Institut 1912 - 1935. | → ZVAB - Antiquariat
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