Aktionen

6. U-Flottille HUNDIUS: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(24 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:1px;border-style:double;width:90%;align:center"
+
[[5. U-Flottille EMSMANN|5. U-Flottille Emsmann]] ← 6. U-Flottille Hundius → [[7. U-Flottille WEGENER|7. U-Flottille Wegener]]
 +
 
 +
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
|-
 +
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 +
|-
 +
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 +
|-
 +
! Verband
 +
! 6. Unterseebootsflottille „HUNDIUS“
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Die 6. U-Flottille wurde am 01.10.1938 als Ausbildungs- und Frontflottille in Kiel formiert. Benannt wurde sie nach Kapitänleutnant Paul Hundius, einem erfolgreichen U-Boot-Kommandanten des Ersten Weltkriegs. Die Flottille war mit den leistungsstarken Booten des Typs IX A ausgestattet und bildete einen Kern der frühen atlantischen U-Boot-Waffe vor ihrer Eingliederung in die 2. U-Flottille.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Stammdaten & Feldpost
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Zeitraum: || colspan="3" | 01.10.1938 – 31.12.1939.
 +
|-
 +
| Standort: || colspan="3" | Kiel (Deutschland).
 +
|-
 +
| Feldpostnummer: || colspan="3" | M - 42 831.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Flottillenchefs
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| 10.1938 – 12.1939: || colspan="3" | Korvettenkapitän Werner Hartmann.
 +
|-
 +
| 10.1939 – 12.1939: || colspan="3" | Kapitänleutnant Heinz Fischer (m. d. W. b. / i. V.).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Boote der Flottille
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Frontboote: || colspan="3" | [[U 37]], [[U 38]], [[U 39]], [[U 40]], [[U 41]], [[U 42]], [[U 43]], [[U 44]].
 +
|-
 +
| Bootstyp: || colspan="3" | Vornehmlich Typ IX A (große Hochsee-U-Boote).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Spezifische Besonderheiten & Geschichte
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Namensgeber: || colspan="3" | Paul Hundius (Kommandant von UC 47 und UB 103), gefallen am 16.09.1918. Die Namensgebung diente der Traditionspflege innerhalb der jungen U-Boot-Waffe.
 +
|-
 +
| Operativer Einsatz: || colspan="3" | Bei Kriegsausbruch 1939 wurden die Boote sofort in den Atlantik entsandt. U 39 schrieb Geschichte als erstes deutsches U-Boot, das im II. Weltkrieg (14.09.1939) versenkt wurde.
 +
|-
 +
| Reorganisation: || colspan="3" | Zum 31.12.1939 wurde die Flottille offiziell aufgelöst. Die Boote wurden mit denen der Flottille „Saltzwedel“ zur 2. U-Flottille in Wilhelmshaven zusammengelegt.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Langstrecken-Pioniere: || colspan="3" | Die Ausbildung an den Booten vom Typ IX in der Flottille Hundius legte den Grundstein für die späteren Fernunternehmungen in weit entfernte Seegebiete.
 +
|-
 +
| Kaderschmiede: || colspan="3" | Unter Werner Hartmann entwickelten sich Kommandanten, die später maßgebliche Erfolge in der Tonnage-Schlacht erzielten.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
|-
 
|-
! || <br><u>Allgemeine Daten</u> || ||
+
| ||
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| BArch RM 31 || colspan="3" | Akten der Unterseebootsflottillen (Kriegstagebücher und Aufstellungsbefehle der 6. U-Flottille).
| style="width:38%" |
 
| style="width:20%" |
 
| style="width:50%" |
 
 
|-
 
|-
| ||Art: || Frontflottille ||
+
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Meldungen über die ersten Atlantik-Unternehmungen der Boote U 37 bis U 44).
 
|-
 
|-
| || Aufgestellt: || 01.10.1938 ||
+
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen (Werdegänge der Flottillenchefs Hartmann und Fischer).
 
|-
 
|-
! || <br><u>Stützpunkt</u> || ||
+
| ||
 
|-
 
|-
| || 01.10.1938 - 31.12.1939 || [[Kiel]] ||
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
! || <br><u>Flottille-Kommandanten</u> || ||
+
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel: Die U-Boot-Flottillen).
 
|-
 
|-
| || 01.10.1938 - 31.12.1939 || [[Korvettenkapitän|Korv.Kpt.]] || [[Werner Hartmann]]
+
| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939–1945: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe" (Kontext Werner Hartmann).
 
|-
 
|-
| || 06.10.1939 - 31.12.1939 || [[Kapitänleutnant|Kptlt.]] || [[Heinz Fischer]] ([[i.V.]])
+
| Herzog, Bodo || colspan="3" | "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Technische und organisatorische Daten).
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
! || <br><u>U-Boote</u> || ||
+
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |  
+
! colspan="3" |
[[U 37]], [[U 38]], [[U 39]], [[U 40]], [[U 41]], [[U 42]], [[U 43]], [[U 44]]
 
 
|-
 
|-
! || <br><u>Detailangaben</u> || ||
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
+
|-
Die Flottille wurde am 01.10.1938 unter dem Namen 6. U-Flottille HUNDIUS aufgestellt. Nach dem 31.12.1939 wurden die bestehenden Flottillen zusammengelegt. Boote aus der 6. U-Flottille HUNDIUS und der [[2. U-Flottille SALTZWEDEL]] wurden zur [[2. U-Flottille]] vereinigt.
+
|}
 
 
'''PAUL HUNDIUS'''
 
 
 
Paul Hundius wurde am 02.02.1889 geboren. Als der Krieg begann war er Adjutant auf dem Linienschiff ''[[SMS Lothringen]]''. Im Juli 1915 besuchte er die U-Bootschule in Kiel bevor er am 05.04.1916 das Kommando von [[SMS UB 16]] in der U-Flottille Flandern übernahm. Am 13.10.1916 wurde er Kommandant von [[SMS UC 47]] und erhielt am im Juli 1917 den Königlichen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern. Am 16.07.1917 wurde er zum [[Kapitänleutnant|Kptlt.]] befördert. Am 18.12.1917 übernahm er das Kommando über [[SMS UB 103]].Nach dem Tod, erhielt er Posthum am 18.08.1918 den [[Pour le Mérite]]. Er starb am 16.09.1918 beim Verlust seines Bootes [[SMS UB-103]]. Der Verlust ist bis heute Rätselhaft. In einigen Quellen wird behauptet [[SMS UB 103]] sei von einem Flugzeug und einem bewaffneten Fischdampfer versenkt worden. Das U-Boot wurde vom britischen Luftschiff "SSZ 1" entdeckt und an das britische Schiff ''[[Young Crow]]'' gemeldet worden. Bei der Entdeckung war [[SMS UB 103]] schon in Schwierigkeiten. Es hatte Schäden und verlor Öl. Bis heute weiß man nicht wodurch das Boot so schwer beschädigt wurde. Wahrscheinlich ist es auf eine ''[[Mine]]'' gelaufen. Beim eintreffen der ''[[Young Crow]]'' befand sich [[SMS UB 103]] son im sinken und verlor immer mehr Öl. Das Schiff warf ''[[Wasserbombe|Wasserbomben]]'' auf die Position. Danach erfolgten zwei starke Explosionen und nach einer halben Stunde eine nochmalige Explosion. Es konnten keine Überlebenden entdeckt und gerettet werden. Paul Hundius wurde mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse, dem Königlichen Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern, und dem [[Pour le Mérite]]. Er versenkte insgesamt 69 Handelsschiffe mit 96.741 BRT und ein Kriegsschiff mit 890 t. 7 Schiffe mit 14.146 BRT wurden beschädigt. Mit dem Umbau des U-Boot-Waffe in den 1930er Jahren erhielt eine U-Boot-Flottille der Kriegsmarine Mai 1936 den Namen HUNDIUS.
 
 
 
 
|}
 
|}
  
[[5. U-Flottille EMSMANN]] [[6. U-Flottille HUNDIUS]] [[7. U-Flottille WEGENER]]                                       
+
[[5. U-Flottille EMSMANN|5. U-Flottille Emsmann]] ← 6. U-Flottille Hundius → [[7. U-Flottille WEGENER|7. U-Flottille Wegener]]
 
 
[[Flottillen|Liste aller Flottillen]]
 

Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 16:45 Uhr

5. U-Flottille Emsmann ← 6. U-Flottille Hundius → 7. U-Flottille Wegener

Verband 6. Unterseebootsflottille „HUNDIUS“
Die 6. U-Flottille wurde am 01.10.1938 als Ausbildungs- und Frontflottille in Kiel formiert. Benannt wurde sie nach Kapitänleutnant Paul Hundius, einem erfolgreichen U-Boot-Kommandanten des Ersten Weltkriegs. Die Flottille war mit den leistungsstarken Booten des Typs IX A ausgestattet und bildete einen Kern der frühen atlantischen U-Boot-Waffe vor ihrer Eingliederung in die 2. U-Flottille.
Stammdaten & Feldpost
Zeitraum: 01.10.1938 – 31.12.1939.
Standort: Kiel (Deutschland).
Feldpostnummer: M - 42 831.
Flottillenchefs
10.1938 – 12.1939: Korvettenkapitän Werner Hartmann.
10.1939 – 12.1939: Kapitänleutnant Heinz Fischer (m. d. W. b. / i. V.).
Boote der Flottille
Frontboote: U 37, U 38, U 39, U 40, U 41, U 42, U 43, U 44.
Bootstyp: Vornehmlich Typ IX A (große Hochsee-U-Boote).
Spezifische Besonderheiten & Geschichte
Namensgeber: Paul Hundius (Kommandant von UC 47 und UB 103), gefallen am 16.09.1918. Die Namensgebung diente der Traditionspflege innerhalb der jungen U-Boot-Waffe.
Operativer Einsatz: Bei Kriegsausbruch 1939 wurden die Boote sofort in den Atlantik entsandt. U 39 schrieb Geschichte als erstes deutsches U-Boot, das im II. Weltkrieg (14.09.1939) versenkt wurde.
Reorganisation: Zum 31.12.1939 wurde die Flottille offiziell aufgelöst. Die Boote wurden mit denen der Flottille „Saltzwedel“ zur 2. U-Flottille in Wilhelmshaven zusammengelegt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Langstrecken-Pioniere: Die Ausbildung an den Booten vom Typ IX in der Flottille Hundius legte den Grundstein für die späteren Fernunternehmungen in weit entfernte Seegebiete.
Kaderschmiede: Unter Werner Hartmann entwickelten sich Kommandanten, die später maßgebliche Erfolge in der Tonnage-Schlacht erzielten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 31 Akten der Unterseebootsflottillen (Kriegstagebücher und Aufstellungsbefehle der 6. U-Flottille).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Meldungen über die ersten Atlantik-Unternehmungen der Boote U 37 bis U 44).
BArch PERS 6 Personalunterlagen (Werdegänge der Flottillenchefs Hartmann und Fischer).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel: Die U-Boot-Flottillen).
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939–1945: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe" (Kontext Werner Hartmann).
Herzog, Bodo "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Technische und organisatorische Daten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132

5. U-Flottille Emsmann ← 6. U-Flottille Hundius → 7. U-Flottille Wegener