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Unternehmen Weserübung: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Für die U-Boot-Waffe war das Unternehmen Weserübung von zweifacher Bedeutung: Einerseits sicherten U-Boote die Flanken der Überwassereinheiten gegen die Royal Navy ab, andererseits offenbarte die Operation die schwere Torpedokrise (Versager bei Zündern und Tiefenhaltung), die den Erfolg der Boote massiv beeinträchtigte. Nach dem Sieg der deutschen Truppen im Juni 1940 wurden in Norwegen wichtige U-Boot-Stützpunkte wie Trondheim (Dora) und Bergen (Bruno) errichtet.
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| || Das "Unternehmen Weserübung" war die Besetzung Dänemarks und Norwegens, zwischen dem 09.04.1940 und dem 10.06.1940, durch die Deutsche Wehrmacht. Für die U-Boote galt dabei, zum Angriff, das Stichwort "Hartmut".
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Nähere Angaben sind in Arbeit.
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 14:01 Uhr

Verband Unternehmens Weserübung
Das Unternehmen Weserübung war der Deckname für die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen im Frühjahr 1940. Die Operation begann am 9. April 1940 und war die erste große kombinierte Unternehmung der Kriegsgeschichte, bei der Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine eng abgestimmt zusammenwirkten.
Strategisches Hauptziel war die Sicherung der Eisenerzzufuhr aus dem schwedischen Gällivare, die über den eisfreien norwegischen Hafen Narvik verschifft wurde. Zudem sollte die Besetzung Norwegens einer befürchteten britisch-französischen Landung zuvorkommen und der Kriegsmarine durch die Stützpunkte an der norwegischen Küste den freien Zugang zum Nordatlantik ermöglichen, um die britische Seeblockade zu umgehen.
Während die Besetzung Dänemarks innerhalb weniger Stunden fast kampflos vollzogen wurde, stieß die Landung in Norwegen auf erheblichen Widerstand der norwegischen Armee sowie später eintreffender britischer, französischer und polnischer Expeditionstruppen. Besonders in der Schlacht um Narvik kam es zu schweren Kämpfen. Die Kriegsmarine erlitt während des Unternehmens empfindliche Verluste, darunter den Untergang des Schweren Kreuzers Blücher im Oslofjord sowie den Verlust von zehn modernen Zerstörern vor Narvik.
Für die U-Boot-Waffe war das Unternehmen Weserübung von zweifacher Bedeutung: Einerseits sicherten U-Boote die Flanken der Überwassereinheiten gegen die Royal Navy ab, andererseits offenbarte die Operation die schwere Torpedokrise (Versager bei Zündern und Tiefenhaltung), die den Erfolg der Boote massiv beeinträchtigte. Nach dem Sieg der deutschen Truppen im Juni 1940 wurden in Norwegen wichtige U-Boot-Stützpunkte wie Trondheim (Dora) und Bergen (Bruno) errichtet.
Die Überwasser-Kampfgruppen
Gruppe 1 (Narvik): Schlachtschiffe Scharnhorst & Gneisenau (Fernsicherung) - 10 Zerstörer (u.a. Z 2 Georg Thiele, Wilhelm Heidkamp) unter Kommodore Bonte.
Gruppe 2 (Trondheim): Schwerer Kreuzer Admiral Hipper - 4 Zerstörer (Paul Jacobi, Theodor Riedel, Bruno Heinemann, Friedrich Eckoldt).
Gruppe 3 (Bergen): Leichte Kreuzer Köln & Königsberg - Schulschiff Bremse - 2 Torpedoboote (Wolf, Leopard) - S-Boot-Flottille.
Gruppe 4 (Kristiansand): Leichter Kreuzer Karlsruhe - 3 Torpedoboote (Luchs, Greif, Seeadler) - S-Boot-Begleitschiff Tsingtau.
Gruppe 5 (Oslo): Schwerer Kreuzer Blücher - Schwerer Kreuzer Lützow - Leichter Kreuzer Emden - 3 Torpedoboote (Albatros, Kondor, Möwe).
Gruppe 6 (Egersund): 4 Minensuchboote (M 1, M 2, M 9, M 13).
Die U-Boot-Gruppen (Stichwort Hartmut)
Gruppe 1 (Westfjord): U 25, U 46, U 48, U 51, U 64, U 65 (Sicherung Narvik).
Gruppe 2 (Trondheim): U 30, U 34.
Gruppe 3 (Bergen): U 9, U 14, U 19, U 21.
Gruppe 4 (Stavanger): U 1, U 4.
Gruppe 5 (Lindesnes): U 47, U 49, U 50, U 52.
Gruppe 8 (Lindesnes): U 2, U 3, U 5, U 6 (Küstenschutz).
Gruppe 9 (Shetland-Inseln): U 13, U 56, U 57, U 58, U 59.
Spezifische Besonderheiten
Schwere Verluste: Während Gruppe 1 und 2 ihre Ziele erreichten, ging in Gruppe 5 die Blücher im Oslofjord verloren. Gruppe 4 verlor auf dem Rückmarsch die Karlsruhe.
Torpedokrise: Fast alle U-Boot-Gruppen meldeten trotz bester Angriffspositionen auf britische Einheiten (u.a. HMS Warspite) totale Versager ihrer Magnetzünder.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Zusammensetzung der Kampfgruppen und Befehlsführung).
BArch RM 87 Unterlagen des B.d.U. (Verteilung der U-Boot-Gruppen 1 bis 9).
Literaturverweise
Hubatsch, Walther "Weserübung: Die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen 1940".
Rohwer, Jürgen "Chronology of the War at Sea 1939–1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132